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24. 05. 2012
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Köln wächst gegen den Trend


24.01.2009 10:28 von:

Schlagwörter: Köln,Einwohnerzahl,Wohnbaugenehmigung,LDS,Wachstum,NRW

Mit insgesamt 1080 neu genehmigten Wohngebäuden stieg die Zahl der Baugenehmigungen im Wohnungssektor gegenüber 2006 sogar um 5,1 Prozent an. Vor allem Ein- und Mehrfamilienhäuser sorgten für das Wachstum. Während die Zahl der genehmigten Einfamilienhäuser um 10,7 Prozent auf 806 stieg, erhöhte sich die Zahl der genehmigten neuen Mehrfamilienhäuser um sieben auf 222 (+ 3,3 Prozent). Auch bei der Zahl der genehmigten Wohnungen koppelte sich Köln vom Landestrend ab. Mit 3343 erhöhte sich die Zahl der genehmigten Wohnungen sogar um 6,8 Prozent (Vorjahr: 3131). Maßgeblich dafür verantwortliche war die um neun Prozent gestiegene Zahl der Wohnbaugenehmigungen in Mehrfamilienhäusern, die von 2233 im Vorjahr auf 2433 im Jahr 2007 stieg. Ähnlich wie in Köln stiegen auch die Genehmigungszahlen für Wohnungen in Bonn (+ 4,3 Prozent auf 873), Düsseldorf (+ 11,8 Prozent auf 998) und Essen (+ 16,9 Prozent auf 832). Schlusslichter unter den Großstädten im Lande waren Oberhausen mit einem Minus von 56,1 Prozent ( 297 auf 130) und Herne. Hier brach die Zahl der genehmigten Wohnungen um 61,7 Prozent (von 107 auf 41) ein.

Landesweit wurden in 2007 38.588 Wohnungen genehmigt. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet das einen Rückgang um 22,8 Prozent. Der Rückgang betrifft die beiden Segmente Neubau und Ausbau im Bestand (zum Beispiel durch den Ausbau von Dachgeschossen) nahezu gleichermaßen. Während die Genehmigungszahlen neu errichteter Wohnungen um 23,1 Prozent auf 34.024 Einheiten zurückging, sank auch die Zahl der genehmigten Ausbaumaßnahmen auf 3822. Hier war der Rückgang mit 24,9 Prozent sogar noch etwas deutlicher. Gestiegen ist hingegen die Zahl der genehmigten Wohnungen in neuen so genannten „Nichtwohngebäuden“. Allerdings konnte die Belebung in diesen Segment trotz eines Anstiegs von 14,5 Prozent aufgrund der geringen Zahl von 742 den Gesamtverlust nicht annähernd ausgleichen. Ein besonderen Ausrutscher verzeichnet die Nachbarstadt Leverkusen. Eigentlich schien auf den ersten Blick die Welt in Ordnung. Mit 222 neu genehmigten Wohngebäuden stieg hier die Zahl sogar um 8,8 Prozent an. Doch ein näherer Blick auf die einzelnen Segmenten und die Gesamtzahl der Wohnungsgenehmigungen verriet: In Leverkusen ging der Wohnungsbau drastisch zurück. Lediglich im Segment der Einfamilienhäuser erzielte die nördliche Nachbarstadt einen Zuwachs von 21,6 Prozent (von 171 auf 208). Eingebrochen sind hingegen die Zahlen für Zweifamilienhäuser (von 17 auf 4) und die der Mehrfamilienhäuser von 16 auf 10. So kommt der deutliche Rückgang von 18,7 Prozent bei den genehmigten Wohnungen zustande, wie das Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik am heutigen Freitag veröffentlichte.

Streichung der Eigenheimzulage wirkt nach

Die Landesbehörde machte die Auswirkungen der Ende 2005 abgeschafften Eigenheimzulage für die deutlichen Rückgänge verantwortlichen. So wurde durch die Ankündigung der Abschaffung zwischenzeitlich ein regelrechter „Boom“ verzeichnet, der die strukturelle Entwicklung überdeckte, wie die Statistiker des Landes vermuten. Generell ist der Wohnungsbau seit Mitte der 90er Jahre in einem Abwärtskanal. Im Zuge der Diskussion um die Eigenheimzulage gehen die Wohnungsexperten des Landesamt davon aus, dass in den Jahren zwischen 2003 und 2005 der Vorzieheffekt zu einer zwischenzeitlichen Stabilisierung des Wohnungsbaus geführt hat. Die Zahlen von 2007 lassen erkennen, dass der Abwärtstrend nun vollends durchschlägt. Eine Prognose für das laufende Jahr 2008 gab die Landesbehörde aber nicht ab.







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