24. 05. 2012
Seite drucken
Kölner Linke: Wohnungsmieten übersteigen Kostendeckel der Sozialverwaltung
Dabei untersuchte das Ehepaar Cindy und Johannes Kolter insgesamt 1747
Wohnungsangebote, von denen 87 allerdings wegen fehlender Angaben nicht
in die Analyse aufgenommen wurden. Die 1660 ausgewerteten Datensätze
stammen aus insgesamt fünf Wochendausgaben des Kölner Stadt-Anzeigers
sowie aus den Internet-Portal www.kalaydo.de und www.immo24.de, wie die
Autoren der Studie erläuterten.
"In Köln sind die Mieten sehr hoch!", ist eine Aussage, die niemanden
wirklich überrascht, so das lapidare Fazit der Analyse. Dabei reicht
die Spanne des aktuellen Kölner Mietspiegels bei den Kaltmieten von
3,80 bis 10,50 Euro pro m². Dadurch entsteht auf den ersten Blick der
Eindruck, dass die Mietobergrenze von 5,10 Euro/m² (inkl. Nebenkosten
6,90 Euro/m²) für die vollständige Übernahme der Kosten der Unterkunft
durch die zuständigen Leistungsträger angemessen seien, argumentiert
die Linke.
Durchschnittliche Wohnungsmieten zwei Euro oberhalb der Mietobergrenze
Die Ergebnisse der Untersuchung zeigen, dass der durchschnittliche
Quadratmeterpreis mit einer Wohnfläche von mehr als 45 m² für
Kaltmieten um 8,50 Euro/m² und für Mieten inkl. Nebenkosten um 10,40
Euro/m² liegt. Wohnungen bis 45 m² liegen im Schnitt ca. zwei Euro/m²
über dem Mittelwert aller Angebote. Verglichen mit den Mietobergrenzen
wurden ganze fünf der insgesamt 1660 Wohnungsangebote ermittelt, bei
denen die Kosten durch die zuständigen Leistungsträger komplett
übernommen worden wären. Daraus folgert die Partei, dass
ALG-II-Bezieher in Köln de facto keine Chance haben, eine Wohnung zu
finden. Die Linke fordert daher eine Anpassung des Kostendeckels bei
der Übernahme der Unterkunftsverhältnisse. Dies würde auch der
Rechtsprechung des Bundessozialgerichts aus dem November 2006
entsprechen, argumentiert die Partei.
Die komplette Erhebung ist auf der Webseite der Kreispartei unter www.die-linke-koeln.de zu sehen.

























