24. 05. 2012
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Kölner "Villa Anders" geht an den Start
Die Initiatoren wollen mit diesem neuartigen Projekt eine
„minderheitengerechte, altersrespektierende und solidarische Wohnform
gründen“, wie der Bauherr, die Kölner GAG Immobilien AG, betonte.
Insgesamt werden 35 Wohneinheiten im Kölner Stadtteil Ehrenfeld
entstehen. Das Grundstück an der Ecke Venloer Straße / Äußere
Kanalstraße ist rund 1750 Quadratmeter groß, die Wohngrößen liegen
zwischen 38 und 78 Quadratmeter. Alle Wohnungen sollen über einen
Balkon zum begrünten Innenhof des Wohnprojekts haben, so der Bauherr
weiter. Bis spätestens Herbst kommenden Jahres sollen die Wohnungen
dann bezugsfertig werden. Das Investitionsvolumen liegt dabei bei rund
6,7 Millionen Euro.
Die Mischung macht’s
Obwohl sich hinter dem Projekt der Verein „Schwul-lesbisches Wohnen
e.V“ verbirgt, wollen die Initiatoren um Projektleiter Dr. Stefan
Jüngst ihr Projekt allen möglichen Mieterschichten öffnen. Neben
schwul-lesbischen Lebensgemeinschaft soll auch Platz für Familien sein,
15 Prozent der Nutzfläche sind für Angehörige der Mieterinnen und
Mieter vorgesehen, eine weitere rund 50 Quadratmeter große Wohnung kann
als Gemeinschaftsraum genutzt werden. Hinsichtlich der Altersverteilung
wollen die Initiatoren als Orientierung ein Drittel der Wohnungen an
Menschen jenseits der 60 vermieten, die restlichen Wohnungen sollen von
Jüngeren bewohnt werden. Die Initiatoren wollen durch Zusammenarbeit
mit geeigneten ambulanten Diensten die Versorgung dieser Mieterinnen
und Mieter sicherstellen. Dass dies Einiges von den Mietern abverlangt,
ist auch dem Projektleiter bekannt. „“Gemeinsam leben unter einem Dach
bedeutet für die „Villa anders“, Interesse aneinander zu zeigen, offen
zu sein für gemeinsame Berührungspunkte, aber auch Unterschiede und
Grenzen zu akzeptieren“, hieß es dazu vonseiten der Initiatoren.
Neben Vertretern des Vereins und des Bauherrn war bei der gestrigen
Vorstellung des Projekts auch die Staatssekretärin im Landesministerium
für Generationen, Frauen, Familie und Integration Dr. Marion
Gierden-Jülich anwesend.

























