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24. 05. 2012
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Kölner "Villa Anders" geht an den Start


22.10.2008 22:00 von:


Die Initiatoren wollen mit diesem neuartigen Projekt eine „minderheitengerechte, altersrespektierende und solidarische Wohnform gründen“, wie der Bauherr, die Kölner GAG Immobilien AG, betonte. Insgesamt werden 35 Wohneinheiten im Kölner Stadtteil Ehrenfeld entstehen. Das Grundstück an der Ecke Venloer Straße / Äußere Kanalstraße ist rund 1750 Quadratmeter groß, die Wohngrößen liegen zwischen 38 und 78 Quadratmeter. Alle Wohnungen sollen über einen Balkon zum begrünten Innenhof des Wohnprojekts haben, so der Bauherr weiter. Bis spätestens Herbst kommenden Jahres sollen die Wohnungen dann bezugsfertig werden. Das Investitionsvolumen liegt dabei bei rund 6,7 Millionen Euro.

Die Mischung macht’s

Obwohl sich hinter dem Projekt der Verein „Schwul-lesbisches Wohnen e.V“ verbirgt, wollen die Initiatoren um Projektleiter Dr. Stefan Jüngst ihr Projekt allen möglichen Mieterschichten öffnen. Neben schwul-lesbischen Lebensgemeinschaft soll auch Platz für Familien sein, 15 Prozent der Nutzfläche sind für Angehörige der Mieterinnen und Mieter vorgesehen, eine weitere rund 50 Quadratmeter große Wohnung kann als Gemeinschaftsraum genutzt werden. Hinsichtlich der Altersverteilung wollen die Initiatoren als Orientierung ein Drittel der Wohnungen an Menschen jenseits der 60 vermieten, die restlichen Wohnungen sollen von Jüngeren bewohnt werden. Die Initiatoren wollen durch Zusammenarbeit mit geeigneten ambulanten Diensten die Versorgung dieser Mieterinnen und Mieter sicherstellen. Dass dies Einiges von den Mietern abverlangt, ist auch dem Projektleiter bekannt. „“Gemeinsam leben unter einem Dach bedeutet für die „Villa anders“, Interesse aneinander zu zeigen, offen zu sein für gemeinsame Berührungspunkte, aber auch Unterschiede und Grenzen zu akzeptieren“, hieß es dazu vonseiten der Initiatoren.

Neben Vertretern des Vereins und des Bauherrn war bei der gestrigen Vorstellung des Projekts auch die Staatssekretärin im Landesministerium für Generationen, Frauen, Familie und Integration Dr. Marion Gierden-Jülich anwesend.







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