24. 05. 2012
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Kölner Wohnbauforum beschäftigt sich mit der Förderpolitik
Das Kölner Wohnbauforum hat sich auf seiner letzten Sitzung in diesem Jahr mit der Förderpolitik von Stadt und Land beschäftigt. Die zweite Sitzung des erweiterten Gremiums fand am Montag dieser Woche unter Leitung von Kölns Oberbürgermeister Jürgen Roters statt. Wie die Stadt in dieser Woche bekannt gab, setzt die Stadtspitze auch Hoffnungen auf das Land. Angesichts knapper Kassen und weiter rückläufiger Wohnungsbestände mit Mietpreisbindung müsse die Wohnraumförderung als "wichtige Aufgabe" erhalten bleiben, führte Roters in seiner Stellungnahme nach der Sitzung des Forums aus. Schon jetzt gibt es in der Domstadt eine eklatante Diskrepanz zwischen dem Bedarf an günstigem und bezahlbarem Wohnraum und dem tatsächlichen Angebot. Während rund 40 Prozent der Kölnerinnen und Kölner Anspruch auf einen Wohnberechtigungsschein (WBS) haben, unterliegen derzeit nicht einmal mehr acht Prozent des gesamten Wohnungsbestandes einer Mietpreisbindung. Dabei gehört die Domstadt derzeit zu den wenigen Städten in NRW und Deutschland, die überhaupt noch steigende Einwohnerzahlen verzeichnen. Roters mahnte dabei stabile Rahmenbedingungen auch in Richtung Landesregierung an. "Sowohl die Stadt als auch die Investoren brauchen Planungs- und Finanzierungssicherheit", bekräftigte Oberbürgermeister Jürgen Roters die Notwendigkeit von Kontinuität.
Der Hochschulstandort benötigt vor allem bei kleineren Wohneinheiten zusätzlichen Wohnraum. Alleine an der Universität sind derzeit über 42.000 Studierende eingeschrieben, mehr als 15.000 studieren an den beiden FH-Standorten in der Südstadt und in Deutz. Doch wer nicht das Glück einer Studentenwohnung oder einer WG hat, wird in Köln in diesem Segment kaum Chancen auf ein halbwegs preisgünstiges Angebot haben. Dabei müssen sich die Verantwortlichen keineswegs verstecken, schließlich betonten die Teilnehmer des Forum, dass es in den vergangenen Jahren zahlreiche innovative Modelle gegeben hat, qualitativ hochwertige Wohnprojekte mit öffentlicher Förderung umzusetzen. Erklärtes Ziel der Stadtverwaltung ist dabei schon lange, den Begriff "sozialer Wohnungsbau" aus seiner Stigmatisierung zu lösen. Dabei ist jedoch schon jetzt abzusehen, dass der Bedarf an preisgünstigen Wohnungen tendenziell eher zunimmt, während der öffentlich geförderte Bestand solcher Wohnungen aufgrund auslaufender Bindefristen tendenziell eher abnehmen wird. "Das erhöht den Handlungsdruck, zumal die Stadt die Unterkunftskosten der Transfergeldempfänger zum überwiegenden Teil selbst tragen muss", so die Argumentation der Stadtverwaltung. Alleine im laufenden Jahr muss die neue Kämmerin dafür einen dreistelligen Millionen Euro-Betrag einkalkulieren.
Ab sofort finden sie weitere Informationen zum Kölner Wohnbauforum auch im Internet unter: www.wohnungsbauforum-koeln.de.

























