24. 05. 2012
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Kölner Wohnungsbauforum neu gegründet
Das Gremium wird sich in den nächsten Monaten mit der zukünftigen
Entwicklung auf dem Kölner Wohnungsmarkt beschäftigen. Auf Basis der
aktuellen Zahlen zur Bevölkerungsentwicklung und dem daraus
abgeleiteten voraussichtlichen Bedarf an Wohnraum in der Domstadt
ergeben sich eine Fülle von Fragen, die zukünftig diskutiert und
vertieft werden müssen, hieß es dazu vonseiten der Stadtverwaltung. Mit
der Gründung des Forums wurde ein Instrument des bereits im Juli 2004
beschlossenen Wohnungsgesamtplans umgesetzt.
Offenbar hat auch die Stadt erkannt, dass im Wohnungsbaubereich etwas
mehr als bisher getan werden müsse, so das Echo der Experten.
Vorrangiges Ziel der Expertenrunde ist es, die gegenseitige Information
zur Entwicklung auf dem Kölner Wohnungsmarkt zu verbessern. Neben
Vertretern der privaten Bauwirtschaft, der IHK und von
Projektentwicklern, saßen vor allem Vertreter Kölner
Wohnungsbaugenossenschaft am Tisch. Ein weiteres Ziel war es, mithilfe
neuer Ideen die Lage am Kölner Wohnungsmarkt zu verbessern bzw.
zumindest eine zukünftige negative Entwicklung zu verhindern. Eine viel
beschworene Möglichkeit stellt dabei das so genannte „Münchener Modell“
dar. Die Stadt stellt dabei vor allem jungen zumeist
einkommensschwächeren Familien billige Baugrundstücke zur Verfügung.
Neben einem eigenen finanziellen Beitrag der Stadt werden hier günstige
KfW-Angebote mit dem existierenden bayerischen
Wohnungsbauförderprogramm zu einem „Angebotspaket“ geschnürt. Nach
Ansicht der Experten könnte dieses Modell auch für Köln interessant
sein, zählt die Domstadt doch zu den wenigen Metropolen in Deutschland,
die (noch) steigende Einwohnerzahlen ausweisen.
Als weiteres Schwerpunktthema kristallisierte sich das Thema „Wohnen im
Alter“ bzw. „Mehr-Generationen-Wohnen“ heraus. Auch hierzu trugen die
geladenen Experten ihre Ideen vor. So sollen zukünftig
Seniorenwohnanlagen nicht mehr wie früher häufig geschehen am äußersten
Stadtrand, sonder vielmehr in innenstadtnahen Bereichen entstehen. Die
Seniorenresidenz am Dom – anfänglich von vielen belächelt – hat sich
inzwischen als gutes Beispiel für diese Politik einer
generationengerechten Wohnform etabliert. Hier könnte auch nach Meinung
von Lutz Klewer, Geschäftsführer der Rheinischen Immobilienbörse, eine
interessante Möglichkeit liegen. „Die Stadt sollte vor allem in der
Innenstadt bzw. in innenstadtnahen Bereichen verstärkt Wohnungsangebote
für Senioren bereitstellen. Viele ältere Menschen bewohnen derzeit
Eigenheime am Stadtrand, die dann jungen Familien mit Kindern angeboten
werden könnten“, so die Idee Klewers. Er räumt allerdings auch ein,
dass die Umsetzung sich schwierig gestalten könnte. Angesichts der
zurückliegenden Verunsicherungen vor allem privater Investoren sei die
Zurückhaltung im frei finanzierten (Mehrfamilien-)Wohnungsbau mehr als
verständlich. Aber vielleicht hat diese Verunsicherung mit der Großen
Koalition in Berlin nun ein Ende gefunden, hofft Klewer abschließend.

























