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24. 05. 2012
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Mieterverein feiert "Kölsches Jubiläum"


31.07.2011 05:15 von:

Schlagwörter: Köln,Mieterverein,Deutscher Mieter-Bund,2011,Bürgerfest,Corneth,Bühnenprogramm,M

Der Mieterverein Köln hat am vergangenen Wochenende seinen 111. Geburtstag gefeiert. Im Jahr 1900 schlossen sich verschiedene Akteure zu einem Verein zusammen, um gegen Willkür und Rechtlosigkeit zu protestieren und ein Gegengewicht zu bilden. Mit inzwischen mehr als 60.000 Mitgliedern ist der Kölner Mieterverein der viertgrößte in Deutschland und Mitglied im Deutschen Mieterbund. Auch dessen Präsident Dr. Franz-Georg Rips kam extra nach Köln, um dem Kölschen Jubilar seine Aufwartung zu machen. Und dass trotz mieterfreundlicher Rechtssprechung der vergangenen Jahre die Aktivitäten einer Mietervertretung nach wie vor notwendig ist, zeigt die Zahl der Beratungen. Mehr als 60.000 telefonische und 35.000 persönliche Beratungen zeigen den hohen Bedarf, den Mieterberatung nach wie vor genießt. ”Wir erwarten in diesem Jahr wieder 7000 Neuaufnahmen in Köln, was ein deutliches Zeichen für die erfolgreiche wohnungspolitische Zielsetzung ist", wie der Präsident des Mietervereins, Franz-Xaver Corneth ausführte.

Programm Soziale Stadt muss fortgesetzt werden

Neben der Beratung von Mietern in verschiedenen mietrechtlichen Fragen kümmert sich das Geburtstagskind auch um wohnungspolitische Dinge. vermeiden: ”Wir haben alle Bundestagsabgeordneten angeschrieben, die Forderungen für eine soziale Stadt voranzutreiben”, betonte Corneth weiter. Allerdings dürfte die weiter wachsende Zahl der Kölnerinnen und Kölner es schwierig machen, der Bevölkerung auch in Zukunft eine ausreichend große Zahl preisgünstiger Wohnungen zu r Verfügung zu stellen. Schon seit Jahren verfehlt die Stadt das selbst gesteckte Ziel, mindestens 3500 neue Wohnungen auf den Markt zu bringen. Das führte in der jüngeren Vergangenheit zu erheblichen Mietpreissteigungen. Selbst ehemalige Arbeiterviertel wie Ehrenfeld oder Nippes haben inzwischen ein durchaus bürgerliches Mietniveau erreicht. In Sülz und Klettenberg sind Neubauwohnungen mit einem Mietpreis unter zehn Euro nettokalt pro Quadratmeter so gut wie nicht mehr verfügbar. Wohnbaugrundstücke in diesem Stadtteil erzielen Kaufpreise auf Rekordniveau.

Einen Erfolg konnte der Mieterverein auf einem anderen Gebiet erzielen. ”Wir haben eine Zusage der SPD und CDU über die Mitgestaltung für die Inhalte der Betriebskoste", berichtete Corneth in seiner Begrüßungsrede. Dabei gehe es unter anderem um verbindliche "Spielregeln" bei der Erstellung von Miet- und Betriebskosten. Fast in Vergessenheit gerät dabei, dass der Mieterverein vor allem auch als Streitschlichter unterwegs ist. Dank der Aktivitäten in beide Richtungen landen lediglich 2,5 Prozent der Streitfälle vor Gericht, wie die Verantwortlichen betonten. Folgerichtig gab es hohes Lob vom Deutschen Mieterbund. Neben dem Präsidenten kam auch Direktor Lukas Siebenkotten nach Köln, um dem Geburtstagskind seine Aufwartung zu machen. Angesichts der Forderungen nach energetischer Sanierung sprach sich der DMB-Direktor für eine gleichmäßige Verteilung der Kosten für die energetische Sanierung der Wohnungsbestände aus. Mieter und Vermieter mussten bisher davon ausgehen, dass sie die Klimaschutzziele der Bundesregierung alleine zu tragen haben. Das aber sei Aufgabe von allen Beteiligten, forderte Siebenkotten.

Bürgerfest für die Mieter

Neben der Ernsthaftigkeit wohnungspolitischer Fragen gab es aber für die Mieter und Mitglieder des Kölner Mietervereins jede Menge Spaß am vergangenen Samstag. Auf der Bühne in der Altstadt moderierte Kölns Kult-Moderator Linus ein abwechslungsreiches Musikprogramm unter dem Kölschen Motto "Los mer fiere". Weitere Partner der Veranstaltung waren der Förderverein "Köln Kickt!" der Initiative Rheinflanke sowie die Stadtwerke-Töchter Rheinenergie AG und Abfallwirtschaftsbetriebe sowie der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB).

Weitere Informationen zum Mieterverein finden sie auch im Internet unter: www.mieterverein-koeln.de.







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