25. 05. 2012
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Neujahrsempfang der Kölner Wohnungsunternehmen im edlen Ambiente
Die Kölner Wohnungsunternehmen haben ihren Neujahrsempfang erneut im Hotel Excelsior Ernst gefeiert. Mit dabei waren neben den Vertretern der Mitgliedsgenossenschaften und –unternehmen auch die Repräsentanten der so genannten Netzwerkpartner wie dem Telekommunikationsdienstleister NetCologne oder dem Versorger RheinEnergie dabei. Außerdem kamen auch Vertreter der Sparkasse KölnBonn und der Kreissparkasse Köln zum Empfang. Bürgermeisterin Elfi Scho-Antwerpes vertrat die Stadt auf der festlichen Veranstaltung. Für den Vortrag des Abends konnten die Organisatoren den Verbandsdirektor des VdW – RW Verband der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft Rheinland Westfalen, Alexander Rychter gewinnen. Das wichtigste Ziel der Arbeitsgemeinschaft, die mehr als 50 wohnwirtschaftliche Unternehmen – darunter viele Genossenschaft und gemeinnützige Wohnungsunternehmen – mit den anderen Akteuren auf dem Umfeld der Immobilienwirtschaft zu vernetzen. Gemeint sind damit vor allem intensivere Kontakte zur Industrie- und Handelskammer IHK, dem Mieterverein Köln, dem Haus- und Grundbesitzerverein sowie zur Maklerbranche und zur Bauwirtschaft.
Wohnungsgesellschaften als volkswirtschaftliche Stütze
Lob gab es für die Arbeit der Kölner Wohnungsunternehmen auch aus der Politik. "Mit der Finanzkrise haben sich die Risiken für den Wohnungsmarkt noch verschärft. Die hohen Mieten binden die Kaufkraft des so wichtigen privaten Konsums. Unter den 30 Städten mit dem höchsten Mietniveau, belegt Köln den sechsten Rang", erklärte die erste Bürgermeisterin der Stadt, Elfi Scho-Antwerpes. Angesichts der weiterhin geringen Neubauzahlen rechnen Experten in den kommenden Jahren mit weiter steigenden Mietzinsen. Um so wichtiger sei die Rolle der Wohnungsunternehmen einzuschätzen, die sich um die Bereitstellung preisgünstigen Wohnraums verdient machen. Außerdem haben sich die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft im Krisenjahr 2009 als "Fels in der Brandung" erwiesen, wie die Bürgermeisterin weiter herausstellte. In diesem Jahr investierten die Unternehmen der Arbeitsgemeinschaft rund eine halbe Milliarde in Neubau und Instandsetzung, der Großteil der Gelder kam Unternehmen aus der Region zugute. Auch in diesem Jahr werden die Mitgliedsunternehmen der Kölner Arbeitsgemeinschaft wohl wieder in gleicher Höhe investieren. Nach einer internen Umfrage planen die Unternehmen Investitionen von rund 450 Millionen Euro im laufenden Jahr. In den Neubau fließen dabei mit 191 Millionen Euro die meisten Gelder, für Instandhaltung sind 153 Millionen Euro eingeplant, für Modernisierungen weitere 123 Millionen Euro, teilte die Arbeitsgemeinschaft weiter mit.
Überhaupt wird die enorme Bedeutung der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft häufig unterschätzt. Dabei trägt sie mit einer wirtschaftlichen Bruttowertschöpfung von rund 250 Milliarden Euro rund ein Fünftel der gesamten Wirtschaftskraft in der Bundesrepublik, wie Referent Rychter ausführte. Bricht man dieses Ergebnis auf Köln und die Region herunter, kommt für die Domstadt eine Bruttowertschöpfung von rund 4,8 Milliarden Euro heraus. Der Wert aller Immobilien in Köln wird auf 81,7 Milliarden Euro taxiert. "â€Ã–ffentliche Wohnungsunternehmen sind wie die Wohnungsgenossenschaften ein Garant für die nachhaltige Bewirtschaftung und Weiterentwicklung von Wohnungsbeständen. Nur gemeinsam können wir den enormen Herausforderungen begegnen, die sich unsere Mitgliedsunternehmen in den kommenden Jahren gesetzt haben", so Rychter weiter. Dabei sei ein intensiver Kontakt zum Mieterverein notwendig, um Belastungen im Verhältnis zwischen Mietern und Eigentümern zu vermeiden.
Wohnbauforum wiederbelebt / Vernetzung wird fortgesetzt
Große Hoffnungen setzen die Kölner Akteure auf das neu belebte Wohnbauforum (WBF) der Stadt Köln. "â€Für das Gelingen der künftigen gemeinsamen wohnungswirtschaftlichen Ziele auf kommunaler Ebene, ist es nach unserer Auffassung von Vorteil, dass neben den Interessenvertretern auch eine von der Stadtverwaltung unabhängige Mediatorin beteiligt ist", erklärte der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Kölner Wohnungsunternehmen, Georg Potschka. Hintergrund sind die nach wie vor zu geringen Neubautätigkeiten im Stadtgebiet. Dabei wird die Nachfrage nach Wohnraum in Köln im Jahresverlauf 2011 um rund sieben Prozent steigen. Bis zum Jahr 2025 soll die Zahl der Kölner Bürger sogar auf 1,1 Millionen ansteigen. Folglich wird es Aufgabe des Wohnbauforums sein, unnötige Hindernisse und Hemmnisse für Investoren zu reduzieren. Ein Problem könnte jedoch für Abstimmungsbedarf sorgen, die notwendige energetische Modernisierung des Wohnungsbestandes. Nach Ansicht von Mietervereins-Chef Corneth können die Wohnungsunternehmen die entstehenden Kosten nicht einfach auf die Mieter umlegen. "Die Kölner Mieter haben bei diesen Aussichten, und aktuell schon zu hohen Mieten, keinen Cent mehr über", wurde Corneth deutlich.

























