25. 05. 2012
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NRW: Auch 2009 rückläufige Zahlen bei Baufertigstellungen
Schon im Jahr 2008 wurde ein neuer historischer Tiefststand bei den Wohnungsfertigstellungen erreicht. Damals registrierte das Statistische Landesamt insgesamt 35.684 Wohnungen fertig gestellt, knapp 10.000 weniger als in 2007. Im vergangenen Jahr ist diese Zahl nochmals deutlich zurückgegangen, wie die Landesstatistiker von IT.NRW am heutigen Mittwoch bekannt gaben. 31.916 Wohnungen wurden landesweit fertig gestellt, so wenig wie nie zuvor und ein nochmaliger Rückgang gegenüber dem Rekordtief aus dem vergangenen Jahr, so die Landesstatistiker weiter. Zum Vergleich: Im Jahr 2004 lag die Zahl der fertig gestellten Wohnungen über alle Segmente hinweg mit 56.615 um fast das Doppelte darüber. Die Zahl für 2009 bedeutet hingegen nach dem Einbruch im Jahr 2008 einen Rückgang von etwas über 10,5 Prozent. In allen drei Wohnungssegmenten war das Minus im zweistelligen Prozentbereich. Dabei hatten die Auguren im vergangenen Jahr noch von einer Trendwende gesprochen. Anlass für diesen zwischenzeitlichen Optimismus war der leichte Anstieg der Baugenehmigungen für Wohngebäude. 2009 stieg dessen Zahl gegenüber dem Vorjahr um 4,5 Prozent an. Deutlich gestiegen ist hingegen die Zahl der Wohnungen in so genannten Nicht-Wohngebäuden. Mit einem Anstieg von 54,8 Prozent auf landesweit 850 spielt dieser Wert statistisch aber kaum eine Rolle.
Köln fällt unter die Marke von 2500 neuen Wohnungen
Auch in der Domstadt fiel die Zahl der fertig gestellten Wohnungen weiter ab. Nach rund 3000 im Jahr 2008 erreichte die Zahl der fertig gestellten Wohnungen im vergangenen Jahr nur noch einen Wert von 2440, 19,6 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Gerade der für Großstädte so wichtige Mehrfamilienhausbau schnitt dabei mit einem Rückgang von mehr als einem Fünftel (minus 20,1 Prozent) auf 1738 noch etwas schlechter ab. Auch diese Werte sind neue absolute Tiefststände, wie ein Blick auf die zurückliegenden Jahre zeigt. Das Kölner Wohnbauforum hatte bereits vor Jahresfrist gefordert, dass in Köln für eine gesunde Balance von Angebot und Nachfrage (Köln gehört zu den wenigen noch wachsenden Städten der Republik) pro Jahr rund 4000 neue Wohnungen notwendig sind. Während die interne Zielvorgabe von 1000 öffentlich geförderten Wohnungen im vergangenen Jahr fast erreicht wurde, wird das Gesamtziel an fertig gestellten Wohnungen eklatant deutlich gefehlt. Schon vor Monaten hatte der Kölner Haus- und Grundbesitzerverein vor drastischen Mietpreissteigerungen gewarnt, sollte sich an dieser Situation nichts ändern. Gerade das mittlere Segment im Mietwohnungsbau sei besonders betroffen, drohten gerade hier Steigerungen von rund zehn Prozent pro Jahr, wie damals die Verantwortlichen des Vereins erläuterten.
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