25. 05. 2012
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NRW: Mehr Wohnbaugenehmigungen – in Köln fast verdoppelt
Bereits zum zweiten Mal in Folge ist in Nordrhein-Westfalen die Zahl der Wohnbaugenehmigungen wieder leicht angestiegen. Das teilte das Statistische Landesamt IT.NRW am heutigen Dienstag in einer Presseerklärung mit. Demnach wurden im vergangenen Jahr 36.441 Wohnungen neu genehmigt, ein Anstieg um 450 oder 1,3 Prozent. Seinen bisherigen Tiefststand erreichte die Branche im Jahr 2008 mit lediglich 34.451 Wohnbaugenehmigungen. Allerdings ist der erneute leichte Anstieg kein Zeichen für eine Trendwende zum besseren. Vor den gesetzlichen Änderungen zur Eigenheimförderung im Jahr 2006/2007 lag das Niveau der Wohnbaugenehmigungen bei 50.000 pro Jahr und noch deutlich darüber. Aber als zwischen den Jahren 2006 und 2007 der Bundesgesetzgeber die Regeln für die Eigenheimförderung geändert hatte, gingen insbesondere die Zahlen für Ein- und Zweifamilienhäuser um rund 10.000 zurück. Die Zahlen der genehmigten Wohnungen in Mehrfamilienhäusern bleib hingegen nahezu konstant, wie der Blick auf die entsprechenden Zeitreihen des Landesamtes zeigt.
Verdopplung der Genehmigungen in der größten NRW-Kommune
Während in Nordrhein-Westfalen der Anstieg vergleichsweise moderat daher kam, sprang in der größten Kommune des Landes die Zahl der Genehmigungen deutlich an. Mit 3797 Wohnbaugenehmigungen lag dieser Wert sogar um fast das Doppelte über dem Vorjahreswert von 1901 genehmigten Wohnungen. Dabei profitierte vor allem der Mehrfamilienhausbau. 244 neue Wohnobjekte wurden 2010 genehmigt (Vorjahr: 110), die Zahl der zu errichtenden Wohnungen stieg gar um fast das Dreifache von 991 auf 2765 an. Deutlich moderater ging es da im Ein- und Zweifamilienhaus-Segment zu. Hier erhöhten sich die Genehmigungszahlen um 6,2 (Einfamilienhaus) bzw. 29,8 Prozent (Zweifamilienhaus). Im Gegensatz zum Landestrend stiegen in Köln auch die Genehmigungen für neue Wohnungen durch Umbauten an bestehenden Gebäuden. Mit 248 genehmigten Wohnungen ist die Bedeutung dieses Segments für die Gesamtentwicklung jedoch eher überschaubar. Köln liegt damit landesweit an der Spitze der Großstädte. Lediglich in Hamm (+ 12,7 Prozent), Münster (+ 18,4 Prozent), Mönchengladbach (+24,7 Prozent), Bonn (+ 25,4 Prozent), Gelsenkirchen (+42,5 Prozent) und Krefeld (+ 48,1 Prozent). Andere Städte wie Hagen oder Oberhausen erlebten mit Rückgängen von 59,9 bzw. 64,2 Prozent historische Einbrüche bei den Wohnbaugenehmigungen.

























