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25. 05. 2012
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NRW: Zahl der Wohnbaugenehmigungen im ersten Halbjahr gestiegen


19.08.2011 11:14 von:

Schlagwörter: Köln,Wohnungen,Düsseldorf,Genehmigung,2011,Halbjahr,Landesamt,Anstieg,Rückgang

Die Zahl der Wohnbaugenehmigungen ist in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres im Bundesland Nordrhein-Westfalen gegenüber dem Vorjahreszeitraum deutlich angestiegen. Wie das Statistische Landesamt am heutigen Freitag bekannt gab, verzeichneten die kommunalen Dienststellen landesweit einen Anstieg der Baugenehmigungen von 5,7 Prozent. Die Zahl der damit möglichen neuen Wohnungen beläuft sich auf 17.402 und damit fast 1000 mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres (2010: 16.469). Vor allem der Eigenheimbau zeigte sich im ersten Halbjahr von seiner besten Seite, hier gab es durchweg zweistellige Zuwachsraten. Lediglich im Mietwohnungsbau gab es einen Wermutstropfen. Die Zahl der Neubauwohnungen in Mehrfamilienhäusern ging um 5,2 Prozent auf landesweit 6523 zurück. Auch bei den Baugenehmigungen für Um- oder Ausbauten konnte mit 1610 neuen Wohnungen die Zahl aus dem Vorjahr nicht wieder erreicht werden.

Nachdem in Köln im vergangenen Jahr die Zahl der neu genehmigten Wohnungen offenbar deutlich zulegen konnte, bahnt sich im neuen Jahr erneut ein Einbruch an. Das zumindest zeigen die auf die einzelnen Kommunen heruntergebrochenen Zahlen für Köln. Nach 2401 genehmigten Wohnungen im ersten Halbjahr kommt die größte Kommune des Landes in diesem ersten Halbjahr auf 1486 neu genehmigte Wohnungen, ein Minus von 38,1 Prozent. Vor allem im Mietwohnungsbau gab es einen regelrechten Einbruch. Nach 1867 Wohnungen im ersten Halbjahr 2010 waren es ein Jahr später im gleichen Zeitraum nur noch 881 genehmigte Wohnungen. Das entspricht einem Rückgang von 52,8 Prozent. Allerdings stiegen auch in der Domstadt die Zahlen der genehmigten Eigenheime um 28,9 (Einfamilienhäuser) bzw. 13,6 Prozent (Zweifamilienhäuser) an. Die so genehmigten 467 neuen Wohneinheiten dürften aber kaum ausreichen, den ohnehin schon angespannten Kölner Wohnungsmarkt nachhaltig zu beruhigen. Anders erging es den beiden Nachbarkommunen Kölns. Hier gab es satte Zuwächse. In Bonn stieg die Zahl der genehmigten Wohnungen um 42,7 Prozent auf 585. In Leverkusen lag die Zuwachsrate sogar bei über 350 Prozent. Nach 27 Wohnungen im vergangenen Halbjahr waren es in diesem Jahr 122.

Erst vor wenigen Tagen hatte die Stadtverwaltung geradezu euphorisch die Zahl der im Jahr 2010 gestiegenen Neubaugenehmigungen gelobt. Zwar sei die Zahl der tatsächlich fertig gestellten Wohnungen auch 2010 nur sehr geringfügig angestiegen. Die Stadtverantwortlichen betonten jedoch den Anstieg dennoch. Mit den nun veröffentlichten Halbjahreszahlen aus 2011 dürfte sich die Wohnungsproblematik in Köln, die sich in bisweilen deutlich anziehenden Miet- und Kaufpreise äußert, eher verschärfen. Allerdings steht Köln keineswegs alleine mit diesem Phänomen dar. Auch die Landeshauptstadt Düsseldorf, ebenfalls eine der wenigen (noch) wachsenden Städte in NRW, konnte 2011 seine Vorjahreszahlen nicht erreichen. Hier gab es in den ersten sechs Monaten nur noch 285 Wohnbaugenehmigungen, nach 355 im ersten Halbjahr 2010. Den deutlichsten Absturz aber erlebte die Ruhrgebietskommune Duisburg. Nach 347 genehmigten Wohnungen im ersten Halbjahr 2010 waren es in den ersten sechs Monaten dieses Jahres gerade einmal 127, ein Rückgang um fast zwei Drittel (65,1 Prozent), wie die Landesstatistiker weiter ermittelten.


<p<<b>Linktipp:

4. August 2011: Köln kratzt an seinen wohnungspolitischen Zielen







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