25. 05. 2012
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Punktlandung beim sozialen Wohnungsbau
In Großstädten wie Köln ist der geförderte und damit günstige Wohnraum für Haushalte mit mittleren und geringen Einkommen von großer Bedeutung. Zwar gehen in Köln wie auch andernorts die Gesamtzahlen im preisgebundenen Segment auf dem Wohnungsmarkt seit Jahrzehnten zurück. Aus diesem Grund hat sich die Stadt per Beschluss zum Ziel gesetzt, mindestens 1000 neue Wohneinheiten im geförderten Wohnungsbau auf den Markt zu bringen. Wie Sozialdezernentin Marlis Bredehorst und der Leiter des Kölner Wohnungsamtes, Michael Schleicher, am heutigen Donnerstagmittag erläuterten, habe man dieses Ziel im vergangenen Jahr erreicht. Denn zur Gesamtzahl von 981 geförderten Wohnungen, davon 84 in der so genannten Komplettförderung, müsse man eigentlich noch 33 Wohnungen dazuzählen, für die aus finanztechnischen Gründen die Mitte erst Anfang des nächsten Monats zu Verfügung stehen. Auch im laufenden Jahr sei man vielversprechend gestartet. So habe die Stadtverwaltung nach Ablauf des Bewilligungsbeschlusses vom 1. Dezember 2009 bereits weitere Anträge für mehr als 100 Wohnungen registrieren können.
Der Stadtentwicklungsausschuss wird dies als Mitteilung auf seiner heutigen Sitzung zur Kenntnis nehmen. Gleiches gilt für den Bauausschuss, der in der kommenden Woche tagen wird. Die Wohnungsförderung hat dabei enorme Bedeutung für den Wohnungsmarkt und damit die bedarfsgerechte Unterbringung der Bezugsberechtigung von geförderten Wohnungen. Nach Auskunft der Wohnungsverwaltung sind in Köln rund 40 Prozent aller Kölnerinnen und Kölner anspruchsberechtigt aufgrund der geltenden Einkommensgrenzen. Aber immer noch wohnen viele in preisgünstigen Wohnungen, die jenseits der geltenden Untergrenzen liegen. Mit neuen Mietwohnungen soll die zunehmende Wohnungsnot in diesem Segment abgemildert werden. Ein wichtiges Element in der städtischen Wohnungspolitik ist dabei die Wohnbauförderung des Landes NRW. Dafür stand im vergangenen Jahr ein Betrag in Höhe von 950 Millionen Euro bereit, der zum Jahresende auf über eine Milliarde Euro aufgestockt wurde. Nach Köln flossen aus diesem Fördertopf rund 129 Millionen Euro trotz größer werdender Konkurrenz anderer NRW-Städte, wie die Verantwortlichen betonten.
Bereits im Jahr 2008 startete die Stadt Köln eine Kommunikationsoffensive. Der soziale Wohnungsbau sollte von seinem "Schmuddel-Image" befreit werden. Dazu trägt bei, dass trotz der günstigen Mieten die neuen Sozialwohnungen keineswegs von schlechterer Qualität sein müssen als im frei finanzierten Wohnungsbau. Auch an den Klimaschutz, die Generationengerechtigkeit und an Barrierefreiheit sollte gedacht werden. Insbesondere die energetischen Anforderungen seien im geförderten Wohnungsbau höher und sollten auch konsequent genutzt werden, so das Argument. Inzwischen sind nur noch 8,4 Prozent aller Wohnungen in Köln in einer Preisbindung. In Zahlen sind das 44.857. Im Jahr 2000 lag der Anteil der geförderten Wohnungen noch bei 12,5 Prozent, Anfang der 90er Jahre sogar bei über 22 Prozent. Potenzial gibt es genug. Wie die Verantwortlichen weiter bekannt gaben, beläuft sich das Gesamtwohnbaupotenzial im Kölner Stadtgebiet auf rund 19.200 Wohneinheiten. Basis sind die aktuellen Flächennutzungspläne.

























