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25. 05. 2012
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Solarsiedlung in Köln-Ossendorf eröffnet ersten Bauabschnitt


24.01.2009 11:00 von:

Schlagwörter: Köln,Köln-Ossendorf,Westend,Solarsiedlung,Eröffnung,Bauabschnitt,Modernisierung,

Ziel der Maßnahme ist es, mehrere Wohnblocks ökologisch rundzuerneuern. Das Land NRW gibt einen Zuschuss (300.000 Euro) im Rahmen des Programms „50 Solarsiedlungen“. Am gestrigen Dienstag (26. Juni 2007) feierten die Beteiligten die Eröffnung des ersten Bauabschnitts mit 48 Wohnungen. Gleichzeitig wurde für den zweiten und letzten Bauabschnitt (96 Wohnungen) der Richtkranz gesetzt.
   
Trotz regennasser Witterung kam die nordrhein-westfälische Wirtschaftsministerin Christa Thoben persönlich nach Köln, um sich vor Ort ein Bild über das GAG-Projekt zu machen. Nichts ist so überzeugend, wie das gebaute Beispiel. NRW ist mit 41 Projekten europaweiter Spitzenreiter bei Solarsiedlungen. Das Renovierungsprojekt der GAG in Köln und die weiteren 40 Projekte sind vorbildlich", erklärte die Ministerin für Wirtschaft, Energie und Mittelstand bei der Einweihung des Solarpoints (Informationstafeln zur Siedlung) in der Solarsiedlung. Im Rahmen des Leitprojektes "50 Solarsiedlungen in NRW" fördert das Land seit Ende der 90er Jahre den Bau oder die Sanierung von Siedlungen, die sich durch intensive Nutzung der Solarenergie für die Wärme- und Stromversorgung auszeichnen. Mittlerweile sind 17 Siedlungen mit über 1.600 Wohneinheiten fertig, in denen mehr als 4.000 Bürger leben. Aktuell werden 14 weitere Siedlungen gebaut und zehn sind in der Planung.

Aus 30 werden 4,5 Liter-Häuser


Besonderes Anliegen war die nachhaltige Verbesserung des Energieverbrauchs. Vor allem die Heizkosten sollten reduziert werden. Durch die Installation zusätzlicher Solarmodule auf dem Dach sollte zudem ein Teil der Warmwasseraufbereitung erfolgen, auch dies schlägt sich positiv auf die Energiebilanz der Gebäude nieder, wie das Unternehmen verspricht. Damit die Versprechungen auch mit Inhalt gefüllt werden, hat sich das Unternehmen kompetente und wissenschaftliche Unterstützung zugesichert. So begleiten Forscher des Wissenschaftsparks Gelsenkirchen, der beiden Fachhochschulen in Köln und Osnabrück sowie das Institut für empirische Sozialforschung in Köln die Umsetzung. Das Architekturbüro Thiele und Hoffmann (Solingen/Freiburg) und die „richtigen Handwerker“ taten ihr Übriges, um den zügigen Baufortschritt mit dem gewünschten Ergebnis sicherzustellen, wie Ott betonte.

Die zuvor oftmals mit Radiatoren und Nachtspeicherheizungen beheizten Wohnungen verursachten zuletzt deutlich gestiegene Nebenkosten, die für die Mieter zu einer wirklichen zweiten Miete wurden. Zudem waren die 1963 entstandenen Gebäude schlecht gedämmt. Das soll nun anders werden. So wurden u.a. die alten Heizsysteme komplett entfernt und durch Holz-Pelletheizungen mit hohem Wirkungsgrad ersetzt. Durch Staubfilteranlagen werden 90 aller anfallenden Stäube herausgefiltert. Zugleich sorgt eine Solartherme für die Warmwasseraufbereitung. Um den Wohnkomfort auf moderne Standards zu heben wurden zusätzlich Fertigbäder und Balkone installiert. Ott nennt dies „einen ganzheitlichen Ansatz“.

Deutlich weniger Heizkosten für die Mieter

Der Vermieter verspricht dabei eine durchschnittliche Reduzierung der eingesetzten Energie um 85 Prozent. Die Heizkosten selbst sollen sogar um bis zu 90 Prozent sinken. Zwar werden im Zuge der Qualitätsverbesserung der Wohnungen (Heizung, Fassade u.a.) auch die Mieten erhöht. Die Erhöhung beträgt jedoch zwischen 1,50 und zwei Euro pro Quadratmeter und liegt damit unter den Einsparungen bei den Nebenkosten, wie Ott betonte. Bei vielen Wohnungen ergibt sich für die Mieter sogar eine satte Ersparnis. Durchschnittlich beträgt die Ersparnis rund 2,60 Euro, eigentlich dürften es aber in einigen Wohnungen, die mit Stromheizungen betrieben wurden, nach den zuletzt deutlich gestiegenen Strompreisen einige Cents mehr sein, wie GAG-Vorstand Günter Ott vorrechnet.

Nachhaltige Stadtentwicklung in Ossendorf als Ziel

Auch der Standort der Siedlung in der Nähe des Kölner Nordfriedhofs war bewusst gewählt. Trotz Bedenken unter der teilweise „kritischen Mieterschaft“ habe man sich für die Siedlung Westend entschieden, weil dies auch aus städtebaulicher Sicht notwendig war. Was zuvor eher den Eindruck eines Vorstadtghettos machte, soll nun nach erfolgter Sanierung zu einer „neuen Mitte“ für den Stadtteil Ossendorf werden, wie Ott betonte. Bedenken tritt GAG-Chef auch mit einer offenen Kommunikationskultur entgegen. Ein Mieterbeirat wurde ins Leben gerufen, der die Sorgen und Befürchtungen der Mieter aufnehmen und diskutieren sollte. Aber auch der ästhetische Aspekt spielte dabei eine mitentscheidende Rolle. Farbkonzept, völlig neue gestaltete Außenanlagen, Wege und Plätze sorgen dafür, „dass die Mieter sich hier wohl fühlen“, so das Ziel des Managements. Und wenn die Mieter dann auch noch unterm Strich sparen, ist das umso besser.

Photovoltaik kann sich rechnen


Das Sanierungsprojekt rechnet sich u.a. deshalb so deutlich, weil nach dem derzeit gültigen Energieeinspeisungsgesetz (Gesetz zum Einsatz erneuerbarer Energien EEG) die eingespeiste Strommenge der Photovoltaikanlage zu einer zusätzlichen Vergütung durch Regionalversorger RheinEnergie AG führt. Nach ersten Berechnungen bringt dies der GAG eine zusätzliche Rendite von rund sechs Prozent. Gefördert wurde u.a. nach dem REN-Programm (Rationale Energieverwendung und Nutzung unerschöpflicher Energiequellen); KWF-CO2-Gebäudesanierungsprogramm; HAFO (Euromittel, Holzabsatz-Förderrichtlinie 2006 in Verbindung mit  Richtlinie 1275 der EU; BAFA, Bundesamt für Wirtschafts- und Ausfuhrkontrolle- Antrag auf Förderung zur Verfeuerung von Biomasse.

Derzeit lässt das Kölner Wohnungsunternehmen an 6100 Gebäuden im Bestand ein so genanntes „Gebäudescreening“ durchführen. GAG-Chef Ott will nicht ausschließen, dass dem ersten ökologischen Sanierungsprojekt weitere folgen könnten. Weitere Informationen zum Landesprogramm der ökologischen Sanierung im Rahmen des Projektes „Solarsiedlungen finden Sie unter: www.50-solarsiedlungen.de und www.energieagentur.nrw.de.







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