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25. 05. 2012
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Sozialer Wohnungsbau in Köln: Stadt Köln feiert Richtfest für Neubau


04.05.2011 19:59 von:

Schlagwörter: Köln,Köln-Marienburg,Neubau,Richtfest,2011,Reker,Schleicher,Sozialer Wohnungsbau

Die städtischen Wohnungsversorgungsbetriebe haben am heutigen Mittwoch in der Bonner Straße 413 Richtfest gefeiert. Die Liegenschaft im Stadtteil Marienburg investiert insgesamt 5,6 Millionen Euro für die Umgestaltung einer nicht mehr vermarktbaren Immobilie in ein Mehrfamilienhaus in zeitgenössischer Architektur und – viel wichtiger für den Wohnstandort – mit staatlicher Förderung im so genannten "Sozialen Wohnungsbau". Neben dem Chef des Kölner Wohnungsamtes Michael Schleicher war auch die zuständige Sozialdezernentin Henriette Reker bei der heutigen Hissung des Richtkranzes dabei.

Zuvor befand sich an gleicher Stelle bereits eine andere städtische Immobilie. Doch das vormalige Sozialhaus aus dem Jahr 1958 entsprach nicht mehr den Anforderungen an ein menschenwürdiges Heim. Stattdessen entstehen nun in dem viergeschossigen Gebäude 47 Wohnungen mit einer Gesamtwohnfläche von knapp 3000 Quadratmetern. In dem alten Gebäude waren die Bewohnerinnen und Bewohner unter anderem auf so genannte Etagenduschen angewiesen. Auch an den demografischen Wandel hat der Bauherr Stadt Köln bei der Umwidmung in eine moderne Wohnimmobilie geachtet. 40 der 47 Wohnungen sind barrierefrei zugänglich und damit auch für mobilitätseingeschränkte Personen geeignet, die anderen sieben Wohnungen werden sogar "behindertengerecht" ausgebaut, wie die Verantwortlichen ausführten. In dem alten Gebäude waren überdies die technischen Installationen völlig veraltet und bisweilen funktionsuntüchtig. Eine Sanierung hätte demnach nicht gelohnt und so wurde das ehemalige Sozialhaus abgerissen und durch einen Neubau ersetzt.

Sozialer Wohnungsbau mit modernem Antlitz

Mit kleinen Balkonen, einer freundlich gestalteten Fassade und Wohngrößen im besonders nachgefragten Segment zwischen 40 und 88 Quadratmeter soll die neue Immobilie besonders familiengerecht sein. Das Objekt ist darüber hinaus ein weiteres Beispiel dafür, dass Sozialer Wohnungsbau in heutiger Zeit keineswegs in einer "Schmuddelecke" steht. Allerdings scheint die staatliche Förderung mit anschließender Mietbindungen von etwas mehr als fünf Euro pro Quadratmeter scheint für private Investoren auch weiterhin eher ein "Ladenhüter" zu sein. Unabhängig von dem weiterhin eher verhaltenen Interesse der privaten Immobilienwirtschaft an Neubauten mit staatlicher Förderung und Mietbindungsfristen hat Köln aber auch ein weiteres Problem. In den bereits bebauten Gegenden der Millionenmetropole gibt es kaum noch bezahlbare Grundstücke. Selbst Stadtteile wie Nippes, Bayenthal oder Zollstock verzeichnen inzwischen spürbare Mietpreisanstiege, bedingt neben den höheren Mietzinsen in Neubauwohnungen auch durch ein weiterhin negatives Saldo beim Bestand an mietzinsgebundenen Wohnungen. Das bedeutet: Es fallen weiterhin mehr Wohnungen aus der Mietbindung, als durch Neubau oder Modernisierung zusätzlich geschaffene neue. Folge: Der Anteil der Wohnungen in Mietbindung wird sich bezogen auf den Gesamtbestand eher verringern als erhöhen.

Nachdem die GAG Immobilien AG auf ihrer vergangenen Bilanzpressekonferenz Neubauzahlen jenseits der Marke von 1000 neuen Wohnungen pro Jahr eine klare Absage erteilt hat, wird sich der Druck des Marktes auf den knappen Kölner Wohnungsmarkt auch in naher Zukunft nicht merklich entspannen. Während nicht einmal mehr acht Prozent aller Kölner Wohnungen eine Mietpreisbindung besitzt, haben mehr als 40 Prozent der Kölner Bevölkerung Anspruch auf einen Wohnberechtigungsschein (WBS), der den Einzug in eine solche Immobilie ermöglicht. Die Nettokaltmieten in dem Neubau werden nach Fertigstellung bei 5,10 Euro pro Quadratmeter liegen. Dafür gibt es neben moderner Haustechnik mit Solarpaneelen auf dem Dach und einem kleinen Blockheizkraftwerk sowie Mietergärten und zwei Spielplätze.







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