25. 05. 2012
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Verkauf Öffentlicher Wohnungen bringt deutschen Kommunen 100 Milliarden Euro
Dies ist das Ergebnis einer Untersuchung des Instituts der Wirtschaft
in Köln. „Mit diesem Geld können bei konsequenter Schuldentilgung
jährlich 4,2 Milliarden Euro an Zinslasten eingespart werden“, rechnet
IW-Experter und Autor der Studie Michael Volgtländer vor. So würden
Mittel frei, die in die Stadterneuerung und anderweitige
Infrastrukturmaßnahmen investiert werden können. Für die Mieter hat der
Verkauf von öffentlichem Wohnraum ebenfalls Vorteile: Jede zweite
veräußerungswillige Gemeinde möchte ihre Wohnungsgesellschaften
loswerden, damit der neue Eigentümer die dringend notwendigen
Sanierungsmaßnahmen einleitet.
Gegen den Verkauf öffentlicher Wohnungen regt sich jedoch zunehmend
Widerstand bei den betroffenen Mietern. Deren Argumente der
Verkaufsgegner seien jedoch leicht zu entkräften, argumentiert
Volgtländer. Sein Hauptargument: Die Kommunen leisten mit verbilligtem
Wohnraum nicht unbedingt einen wichtigen Beitrag zur Sozialpolitik.
Denn vier von zehn Gemeinden bieten ihre Wohnungen überhaupt nicht
günstiger an als die private Konkurrenz. Darüber hinaus werden die
tatsächlich Bedürftigen nicht eben treffsicher unterstützt. Die
Fehlbelegungsquote im sozialen Wohnungsbau wird von Experten auf über
40 Prozent geschätzt.
Die Studie von IW-Experte Michael Volgtländer: („Der öffentliche
Wohnungsmarkt in Deutschland – Eine Untersuchung aus
ordnungspolitischer Sicht, IW-Positionen Nr. 27, Köln 2007, 52 Seiten,
11,80 Euro“) kann unter: www.divkoeln.de bestellt werden.

























