25. 05. 2012
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Vivacon startet neues Projekt in Neuss
Im „Collegium Marianum“ sollen insgesamt 70 neue Eigentumswohnungen
entstehen, wie das börsennotierte Unternehmen am heutigen Donnerstag
bekannt gab. Verkäufer der Immobilie, die auf einem 10.000 Quadratmeter
großen Grundstück steht, ist die Neusser Bauverein AG.
"Wir freuen uns über den Erwerb dieses besonderen historischen
Baudenkmals, das lange Zeit von der katholischen Kirche genutzt wurde",
erklärte Vivacon-Vorstand Michael Ries. Für den Vivacon-Chef ist das
seit zwei Jahren leer stehende Gebäudeensemble ein „Juwel“, das nun zu
neuem Leben erweckt werden soll. Die geplanten Eigentumswohnungen
sollen zwischen 60 und 140 Quadratmeter groß sein und als
generationenübergreifender Wohnraum konzipiert sein. "Die Bewohner
dürfen sich auf eine Symbiose aus historischem Ambiente und modernstem
Wohnkomfort freuen", so Ries weiter.
Bis 2006 war das Grundstück samt Bebauung im Eigentum des Kölner
Erzbistums und wurde seit 1962 als Seminargebäude und Wohnheim für
Schüler sowie Studienkandidaten der Theologie genutzt. Das
dreigeschossige Hauptgebäude mit seiner neubarocken Fassade wurde im
Jahr 1908 fertig gestellt. Als "Notburgahaus" erbaut, war dort zunächst
ein Mädchenerziehungsheim untergebracht. Die Kapelle, die in den 1980er
Jahren von dem Künstler Heinz Mack als Gesamtkunstwerk gestaltet wurde,
wird allerdings weiterhin im Besitz der Neusser Bauverein AG bleiben.
"Die Revitalisierung des Collegium Marianum ist nicht nur städtebaulich
für das Stadionviertel und für die Stadt Neuss ein wichtiges Anliegen,
sondern auch für unsere Entwicklungsmaßnahme im rückwärtigen
Grundstücksteil“, erklärte Frank Lubig, Vorsitzender des Vorstandes der
Neusser Bauverein AG, nach dem Verkauf.
Für ein ähnliches Projekt, die Revitalisierung der denkmalgeschützten
Villa St. Gertraud in Berlin, wurde die Vivacon AG im Rahmen des
"Deutschen Bauherrenpreises Modernisierung 2007" ausgezeichnet, hieß es
dazu abschließend. Das börsennotierte Unternehmen wird in Kürze in
seine neue Zentrale am Nordende des Kölner Rheinauhafens einziehen.

























