25. 05. 2012
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Wohnquartier im Kölner Stadtteil Bickendorf erhält neues Entrée
Was man den zwei neu errichteten Wohnhäusern weder von Außen noch von Innen ansieht.
Sie wurden nach den Richtlinien des Sozialen Wohnungsbaus errichtet und
sind damit Mietern mit niedrigen Einkommen vorbehalten. Doch im
Gegensatz zu den lieblosen Betonkästen vergangener Tage bedeutet
Sozialer Wohnungsbau heute keineswegs „Wohnghetto“. Und so hatten
Sozialdezernentin Marlis Bredehorst und der Leiter der
Wohnversorgungsbetriebe Michael Schleicher am gestrigen Mittwoch zur
Pressebesichtigung der bezugsfertigen Wohnungen geladen.
Insgesamt 20 dieser Wohnungen wurden auf dem Grundstück neu errichtet.
Die Gesamtkosten beliefen sich nach Angaben der Stadtverwaltung auf
rund 2,75 Millionen Euro. Etwas mehr als zwei Millionen Euro wurden
durch öffentliche Zuschüsse getragen, wie die Geschäftsführerin des
Bauträgers, die Kölner Immobilienfirma Köln Projekt Baubetreuung GmbH, Eva-Marie
Schneider, gegenüber Köln Nachrichten bestätigte. An der Stelle, an der
zuvor zwei heruntergekommene Sozialhäuser aus den 50er Jahren gestanden
haben, stehen nun zwei jeweils viergeschossige Wohngebäude mit jeweils
zehn Wohnungen. Nicht nur die farblich ansprechende Außenfassade lässt
den unbedarften Betrachter im ersten Moment des Anscheins daran
zweifeln, dass diese Häuser öffentlich gefördert wurden. Auch beim
Innenausbau wurde auf hohe Qualität und zahlreiche Anforderungen
gedacht. So sind alle Wohnungen barrierefrei eingerichtet. Aufzüge,
Balkon oder Terasse sowie Parkettboden gehören zu den
Ausstattungsmerkmalen jeder Wohnung. Zudem hat Schneider, die selbst
als Künstlerin aktiv ist, einige künstlerische Elemente in den
Treppenhäusern untergebracht. Der Mietpreis beläuft sich nach Angaben
der Verantwortlichen auf eine Grundmiete von 5,10 Euro pro
Quadratmeter, hinzu kommen ein Euro pro m² für Heizung sowie 1,80 Euro
pro m² für Nebenkosten.
Bredehorst und Schleicher zeigten sich über dieses Beispiel sozialen
Wohnungsbaus hoch erfreut. Die Stadt, genauer die
Wohnversorgungsbetriebe, wird die beiden Häuser nun übernehmen und in
ihren Bestand integrieren. Gleichzeitig erneuerten beide ihren Aufruf
an potentielle Bauträger, selbst im Bereich des sozial geförderten
Wohnungsbaus aktiv zu werden. Zwar hat die Zahl der bewilligten
Wohnbauten in den ersten Monaten dieses Jahres einen regelrechten
Sprung nach oben gemacht (Köln Nachrichten berichtete). Allerdings sei
der Weg noch weit, die vom Stadtrat geforderte Zielmarke von 1000
Neubauwohnungen in der öffentlichen Förderung tatsächlich umzusetzen.

























