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25. 05. 2012
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Wohnstandort Köln bleibt weiter dynamisch


18.02.2011 13:02 von:

Schlagwörter: Köln,Wohnungsmarkt,2010,Halbjahr,Kaufpreis,Mietpreis,Anstieg,Portfolio,Jones Lan

Das Immobilienberatungsunternehmen Jones Lang LaSalle (JLL) ist eigentlich spezialisiert auf die Vermarktung von gewerblich genutzten Flächen. Nun hat das Unternehmen einen aktuellen Bericht zum Kölner Wohnungsmarkt veröffentlicht. Dabei steigen die Preise in einigen Segmenten ähnlich stark wie beispielsweise München, Hamburg oder Düsseldorf. Innerhalb Kölns gibt es nach dieser Analyse ein deutliches Ost-West-Gefälle bei den Angebotsmieten. Bezogen auf die Postleitzahlebene werden demnach ausschließlich im linksrheinischen Teil der Domstadt Mieten von mehr als zehn Euro nettokalt angeboten. Neben weiten Bereichen der Innenstadt gilt dies für Stadtteile wie Sülz, Lindenthal, Klettenberg,Junkersdorf und Rodenkirchen. Teuerster rechtsrheinischer Wohnstandort ist demnach Deutz mit einem durchschnittlichen Mietpreisniveau zwischen neun und zehn Euro. Ansonsten werden nach Berechnung der Immobilienexperten aus dem Hause JLL lediglich noch in Mülheim Mietpreise zwischen acht und neun Euro angeboten. Ansonsten liegen die Angebotsmieten überall bei durchschnittlich unter acht Euro pro Quadratmeter nettokalt. Basis für ihre Auswertungen waren Zahlen zum Kölner Wohnungsmarkt aus dem zweiten Halbjahr 2010.

Wachstum in trendigen Stadtteilen

Köln profitiert dabei von seiner Attraktivität als Wirtschafts- und Eventstandort. Doch die Dynamik auf dem Wohnungsmarkt ist längst nicht stadtweit einheitlich, wie die Experten des Immobilienberaters herausfanden. So zeigt der Blick auf die in der Branche bekannte "Immobilienuhr" des Maklerhauses besonders in eher einfachen bis mittleren Wohnlagen der Stadtteile Kalk und Chorweiler so etwas wie ein beschleunigtes Mietpreiswachstum. Deutlich langsamer steigen die Mieten demnach in der Innenstadt, in Ehrenfeld und Porz. In Lindenthal, Rodenkirchen und Mülheim gibt es hingegen Anzeichen für einen "beschleunigten Mietpreisrückgang". In Nippes hat der sich demnach verlangsamt, aber auch hier gehen die Wohnungsmieten tendenziell zurück. Die durchschnittliche stadtweite Angebotsmiete blieb mit 8,85 Euro pro Quadratmeter daher relativ stabil. Im ersten Halbjahr 2010 war die Dynamik der Mietpreise noch deutlich stärker ausgeprägt, Demnach sanken die Mietpreise in Lindenthal mit vier Prozent, während sie beispielsweise in Chorweiler um 2,1 Prozent anstiegen.

Ähnlich differenziert stellt sich auch die Situation bei den Kaufpreisen von wohngenutzten Immobilien dar. Hier hat die Innenstadt eindeutig die Nase vorn. Die Kaufpreise für Wohnimmobilien stiegen in der City mit 4,4 Prozent auf durchschnittlich 2820 Euro pro Quadratmeter an. Stadtweit gingen die durchschnittlichen Angebotspreise für Kaufwohneigentum allerdings um ein Prozent auf 2070 Euro pro Quadratmeter zurück. Den stärksten Rückgang verzeichnete dabei der Stadtbezirk Chorweiler mit 6,7 Prozent (auf 1540 Euro). Auch in Porz sackten die Kaufpreise im zweiten Halbjahr 2010 um 5,1 Prozent auf 1500 Euro ab. Im Spitzensegment werden in der Regel zwischen 4500 bis 5000 Euro geboten, Kaufpreise jenseits der 6000 Euro wie beispielsweise im neuen Gerling-Karree am ehemaligen Konzernstandort bleiben die Ausnahme. Neben Neubauten, die die höchsten durchschnittlichen Kaufpreise erzielten waren vor allem Gebäude, die vor 1945 errichtet wurden, bei den Investoren und Privatnutzern beliebt. In der Innenstadt und vielen weiteren Stadtbezirken liegen die durchschnittlichen Verkaufspreise hinter den Neubauten (Baujahr ab 2000). In Ehrenfeld sind Altbauwohnungen sogar deutlich teurer als neu errichtete Wohnungen. Der durchschnittliche Kaufpreis für eine Altbauwohnung im Stadtbezirk Ehrenfeld liegt demnach bei 2520 Euro. Neubauwohnungen gibt es hier für durchschnittlich 2360 Euro pro Quadratmeter.

Bundesweit einer der Spitzenreiter beim Preisanstieg

Im bundesweiten Vergleich gehört Köln trotz einiger negativer Vorzeichen zu den preisdynamischen Märkten. Gemeinsam mit der bayerischen Landeshauptstadt München hat die Stadt in der zweiten Jahreshälfte 2010 ein beschleunigtes Kaufpreiswachstum bei Mehrfamilienhäusern durchlaufen. Der Wohnungsmarkt für Investoren ist jedoch in der Domstadt eher kleinteilig. Größere Portfolioverkäufe fanden im vergangenen Jahr woanders statt. Nach Berechnungen des Maklers wurden im vergangenen Jahr in der Domstadt rund 1000 Wohneinheiten mit einem Volumen von rund 100 Millionen Euro in so genannten "Portfoliodeals" getätigt. Private und institutionelle Investoren halten sich dabei von der Käuferseite her die Waage. Lokale Investoren prägen das Geschehen in Köln, hieß es dazu abschließend.







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