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25. 05. 2012
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Allerlei und die Löwenburg im Siebengebirge


25.07.2010 21:17 von:

Schlagwörter: Siebengebirge, Burgen, Geschichte, Aussichtspunkte, Regionalgeschichte

(TB)Das waren noch Zeiten, als wir von den Männern mit den dicken Hornbrillen regiert wurden, als das Rheintal bei Bonn noch das mächtigste Tal der Republik war, als in den Weingärten und Gartenlokalen der zahlreichen kleineren Städtchen rund um die ehemalige Hauptstadt Bonn der Botschafter auf den Staatssekretär traf um bei einem Viertel "das Diplomatische" zu ergründen.

Das regierungsamtliche Erholungsgebiet war das Siebengebirge, Mekka des 6oer Jahre Tourismus, Siegfried und Drachenfels - die "Nibelungenhalle" an der Strecke der Zahnradbahn, die sich als ein Reptilienzoo entpuppt. Nun, das alles ist upgedated - es gibt nun neben dem Reptilienzoo auch das "SeaLife" - in Königswinter.  Dies ist gewissermaßen Teil der intellektuellen Strecke, die wir bei diesem Ausflugtipp zurücklegen wollen. Wer Kinder dabei hat, der sollte das ein oder andere Event entlang der alten "Zahnradbahn" nicht verpassen, ganz sicher lieben die Kleinen das Getier, und bestimmt kann man ihnen die "Drachenburg", jenen frisch sanierten historistischen Bau, errichtet 1882 bis 1884, als Dornröschens Märchenschloss vorstellen.

Die Älteren werden sich vielleicht dafür interessieren, dass in dem Gemäuer eine "Adolf-Hitler-Schule" untergebracht war, die als Ersatz für die nie fertig gewordene Schule in Waldbröhl diente.  1941/42 wurde das "Schloss" zu diesem Zweck umgebaut.

"Adolf Hitler Schulen", das waren Elitebildungseinrichtungen. 1971 erwarb der Privatmann Spinat das Gebäude, dieser ließ es, sagen wir extravagand und phantasiebegabt, umbauen. Schlussendlich ist es nun seit 1986 im Besitz des Landes NRW und steht unter Denkmalschutz. Es wurde komplett und denkmalgerecht restauriert, kann nun unter fachkundiger Anleitung besichtigt werden.

Wie auch immer - jenseits des ganzen Trubels, und darum geht es in diesem Ausflugtipp eigentlich, erwatet uns im Siebengebirge immer noch eine beeindruckende Naturkulisse. Tiefe Täler und ziemlich steile Auf- und Abstiege prägen diesen Mikrokosmos zwischen Königswinter und Bad Honnef. Das Siebengebirge ist vulkanischen Ursprungs. Wir schlagen vor den Zug bis Königswinter zu nehmen und dann in Richtung Löwenburg durch das Nachtigallental zu wandern. Unterwegs kann man im "Milchhäuschen" Rast machen, oder etwas oberhalb im malerisch gelegenen "Löwenburger Hof". Ein Gasthof übrigens, der so manchen der Eingangs erwähnten Hornbrillenträger gesehen haben dürfte. Die Terrasse des Löwenburger Hofes ist unserer Meinung nach eine der schönsten des Landes, denn von ihr geht der Blick weit, sie atmet ganz und gar jene seltsame, zutiefst "westliche" Wirtschaftswunderathmosphäre, für die Bonn steht.

Doch dies ist nur ein Vorgeschmack auf die Aussicht, die uns erwartet, wenn wir nach einer kleinen Pause den Weg in Richtung Löwenburg fortsetzen.

Dieser letzte Aufstieg ist schon ganz nett, aber schaffbar. Schließlich erreicht man die "Ruine Löwenburg" und geht über eine Holztreppe auf den alten Bergfried - tja, und da steht man dann und weiss garnicht so recht wie einem geschieht, denn es öffnet sich ein wirklich absolut atemberaubender Blick, der im Süden den Rhein entlang ins Mittelrheintal reicht, im Norden bis Köln (ja, nerv, an klaren Tagen sieht man IHN, den Dom) und im Westen weit in die wunderschöne Eifel.

Das besondere an dieser Situation ist, dass man das Gefühl hat auf einem Plateau zu stehen, von dem es senkrecht in die Tiefe geht, ein Blick wie von einem Turm. Dort kann man dann den Picknickkorb aufmachen und loslegen. Mehr gibt es in diesem Ausflugtipp nicht, und ich mein das dürfte auch für mindestens einen Nachmnittag reichen.

   Bitte entnehmen sie alle Infos diesmal den Links im Text oben
   
   
   
   







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