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25. 05. 2012
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Engelskirchen: Die absolute Härte sind Oberlippenbärte


03.09.2010 01:23 von:

Schlagwörter: Industriegeschichte, Freizeit, Regionalgeschichte, Rheinlandschaften

Noch bis zum 05.09.2010: Das Bergische Land ist bergisch, heisst aber nicht deshalb so, sondern, weil es einmal den Grafen Berg, wenn nicht gehörte, so doch von diesen verwaltet wurde. Eine hübsche Hügellandschaft, im Prinzip zwischen Dünnwald und Gummersbach, also im Dunstkreis der Schälsick.

Was die Menschen dort für Frisuren bevorzugen, welche Bärte ihr Gesicht schmücken, dass kann man ja selbst beobachten, alles was man für seine haarigen Expeditionen ins Bergische sonst noch wissen sollte, dass erfährt man aktuell in einer Ausstellung des Engelskirchener Industriemuseums: "Dauerwelle und Backenbart. HauptSache schön". Man munkelt Fred Fussbroich war auch schon da. Aber Spass beiseite: „Zeige mir dein Haar und ich sage dir, wer du bist." Haare gelten oft als Ausdruck der Persönlichkeit. Wer kennt sie nicht, all die Klischees über Haare: Die attraktive, jedoch auch dümmliche Blondine, die ‚Emanze' mit ihrem knabenhaften Kurzhaarschnitt oder aber generell die neue Frisur der Frau als Zeichen für eine gescheiterte Partnerschaft. Frisur und Rasur werden in den Kontext gesellschaftlicher Entwicklungen und Leitbilder gestellt. Die Haartracht wird damit sowohl im individuellen Lebenszyklus – vom jugendlichen Punker bis hin zur grauhaarigen Großmutter – als auch unter Epochenleitbildern – vom wilhelminischen Bart über den Bubikopf zur Langhaartracht der Kommune II – betrachtet. Das besondere Highlight der Ausstellung: Der originalgetreue Nachbau eines Friseursalons der 1950er Jahre mitsamt Original-Einrichtung. Von historischen Rasiermessern bis hin zu überdimensionalen Rasierwerkzeugen reicht die Auswahl an Rasier- und Haarschneideinstrumenten.

Das Industriemuseum in Engelskirchen lohnt aber auch jenseits dieser Sonderschau einen Besuch: In der ehemaligen Baumwollspinnerei Ermen & Engels, ja genau DER Engels, der Vater des Kollegen von Karl Marx, entstand bereits um 1900 eines der ersten Elektrizitätswerke der Region. Ein Wasserkraftwerk, welches der Stromerzeugung diente, versorgte die Spinnerei mit Strom. Anlass um auch dem Nachwuchs, der ja Strom für selbstverständlich hält, mal zu zeigen was für einschneidende Veränderungen der Einsatz der Elektrizität mit sich brachte.

Wasser wurde im Bergischen, traditioneller Standort von Schmieden, auch benutzt um sog. "Hämmer" anzutreiben, wenige Kilometer von der ehemaligen Spinnerei entfernt kann man den letzten Hammer des Oberbergischen, den sog. "Oelchenshammer" besichtigen, dass kann man vielleicht auch mit einer Wanderung verbinden.

Anreise Karte
Öffnungszeiten  

Di - Fr 10-17 Uhr, Sa + So 11-18 Uhr 

 
Eintritt   Eintritt: 2,50 Euro, erm. 2 Euro
Kinder und Jugendliche (bis 18 Jahre) haben freien Eintritt
Schlagwörter Industriegeschichte, Freizeit, Regionalgeschichte, Rheinlandschaften
Website/Kontakt www.industriemuseum.lvr.de/ausstellungen/dauerwelle.htm







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