25. 05. 2012
Seite drucken
Feste Zons bei Regen und Nebel
(TB) Ein Ausflugstipp für den Herbst: Ganz sicher die alte kurkölnische, heute zu Dormagen gehörende, ehem. Zollfeste Zons,
die 1373 zur Stadt erhoben wurde. Zons liegt also irgendwo zwischen Köln und Düsseldorf, direkt am Rhein. Der Fluss erinnert dort schon stark an das breite träge Wasser des Niederrheins, und nicht mehr an den Mittelgebirgsfluss, wie zum Beispiel am Siebengebirge. Das macht die Landschaft im Herbst reizvoll, denn oft ist es regnerisch und nebelig, dann verlieren sich die Blicke in der weiten Ebene, dass dabei die Bayerwerke und sonstige Industrie auch aus dem Blickfeld geraten unterstreicht die seltsam urtümliche Landschaft rund um Zons. Zons ist eine der am besten erhaltenen spätmittelalterlichen Stadt/Festungsanlagen des Niederrheins. Wahrscheinlich weil das Wetter in den Zeiten in denen Zons errichtet wurde noch regnerischer, und noch nebelieger war, und weil der Fluss damals noch viel beeindruckender, wilder gewesen sein muss.Es ist jenes Wetter, welches keinen Übergang zwischen Land und Fluss mehr markiert, nach dem dieser Ort verlangt.
Am besten man stellt sein Auto auf einen der Touristenparkplätze vor den Stadtmauern und geht dann einfach los, lieber an einem Werktag, denn es kommern schon recht viele Touristen nach Zons. Vielleicht führt der Weg ja durch das Rheintor am Petersturm und an "Maria von den Engeln" vorbei, diese drei Gebäude bilden bereits am Anfang der Tour ein seltsames Stilkonglomerat aus Mittelalter, Spätbarok, Neo-Romanik. Betritt man die Stadt durch dieses Ensemble stößt man am Ende des Torweges direkt auf Wohnhäuser, die nach 1620 entstanden und typisch sind für die Architektur im Rheinland jener Zeit. Das könnte auch eine winklige Gasse in einer Hafenstadt sein, vielleicht sogar in einem "Piratennest". 1464, 1547, 1620 brannte Zons, die Stadtbrände überlebten nur wenige Häuser, das meiste entstand also nach dem letzten Stadtbrand von 1620. Den Weg fortsetzend kommt man an weiteren Befestigungsbauwerken sogenannten "Pulvertürmen" vorbei. Mittlerweile hat sich Restauriertes mit Altem und Neuen vermischt, man sollte genau hinschauen um die vielen Details der Bauwerke nicht zu verpassen. Interessant ausserdem der "Judenturm". Aber vielleicht sollte man mal einen gemütlichen Spaziergang durch die Festung machen, lässt sich dabei von der seltsam, nebelig, regnerischen Athmosphäre tragen. Es gibt auch ein ganz manirliches Angebot an diversen Schaustellen, wie etwa das Kreismuseum Zons. Wer Lust hat, kann auch einmal hin-und-zurück über den Fluss setzen, mit der Auto-Fähre "Niederrhein" von Zons nach D´dorf - Urdenbach. Und wer es wirklich ganz genau wissen will, der findet die Denkmalliste der Stadt im Web, nett aufbereitet als "Der Zonser Denkmal-Spaziergang".
|
Anreise |
Karte |
| Öffnungszeiten |
Hier gibts Kaffee und Kuchen und so Tourist-Information:Schloßstraße 2-4 Fähre:
Fährbetrieb im Sommer: (ohne gewähr) |
| Eintritt |
|
| Schlagwörter | Zons, Dormagen, Zollfeste, Kurköln, Mittelalter |
| Website/Kontakt | Infoseite Zons mit virtuellem Rundgang. |

























