25. 05. 2012
Seite drucken
Besuch aus Bochum im artclub
(js) Kraftvolle expressive Malerei mit vielen technischen Finessen von Gabi Moll, Collagen aus Holz und übermalten Fotos mit einem Hauch von Vergänglichkeit von Christoph Gruse, kühle Fotografien über die Unwirtlichkeit der Städte von Christobal Marquez, sich an klassischen Vorstellungen orientierende Kleinskulpturen von Dorothee Schäfer: Vier überzeugende Künstler aus Bochum sind unter dem Titel "Wechselfeld" zu Gast im artclub. In der Ruhrgebietsstadt ist das Quartett unter dem Namen "FKT" – Freies Kunst Territorium – bekannt, seit sie dort ein leerstehendes Lagerhaus in ein Künstlerhaus umfunktioniert haben.
Parallel dazu präsentieren sich auch wieder drei Mitglieder des artclub mit ihren Arbeiten. Durch hohes technisches Können zeichnen sich Peter Mück und Markus Schmittmann-Salkovic alias "MARxS" aus. Der erste hat die Scratchart, mit der pubertierende Jugendliche die Fenster in Bussen und Bahnen zerkratzen, zur Kunst entwickelt. Mit feinsten weißen Strichen stichelt er Porträts in schwarzes Acrylglas. Das gibt es nicht nur im Großformat, sondern auch im Dreieckständer, um sich ein Bild von den Liebsten auf den Schreibtisch zu stellen. Doch fehlt es den Bildnissen oft genug an tiefergehender Persönlichkeit, was auch an der Technik liegen mag. MARxS malt laszive Monumentalerotik im Kleinformat und wirbt gleichzeitig für seine keltisch angehauchten Tattoos – wer‘s mag... Schließlich noch Ulla Philipp mit munter-flotten, humorvollen Zeichnungen über die Probleme des zwischenmenschlichen Mit- und Gegeneinander.
Mück/MARxS/Philipp: bis 12.10., "Wechselfeld": bis 31.10. – artclub, Melchiorstr. 14, 50670 Köln-Agnesviertel, täglich 15-20 Uhr, Eintritt frei

























