25. 05. 2012
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Bilder aus dem Untergrund der Städte
(js) Drei Mitglieds-Künstlerinnen vereint die aktuelle Reihe der Solo-Ausstellungen im artclub. Maria Gust geht mit offenen Augen durch die Welt. Ihr Blick bleibt dabei mit Vorliebe an runden Kleinigkeiten hängen. An einem Topf etwa. Einer Torte. Oder sie hält Gedankensplitter, und Wörter fest. "Flugbahn" zum Beispiel. Die bringt sie dann auf die Leinwand, arbeitet dabei nicht nur mit dem Pinsel, sondern setzt auch Kratz-, Abdruck- oder Abziehtechniken ein. Es sind luftige Bilder mit sicherem Strich, wohlgesetzten Farben und gekonnter Komposition. Mit heiter-ironischen Titeln wie "Wie viel Du willst" zur Torte deutet sie den Anfang einer Geschichte an und lädt den Betrachter ein, diese weiter zu spinnen.
Ausgangspunkt für die Arbeiten Eva Bodinets sind Fotos von U-Bahn-Stationen in Berlin, Köln und Paris. Diese werden malerisch erweitert, etwa die vorgegebenen perspektivischen Linien in die Bildfläche verlängert oder Informationssignale vervielfacht. Bodinet gelingen so eindrucksvolle atmosphärische Impressionen von Ödnis, Einsamkeit, Bewegung, Dynamik und kalter unterirdischer Architektur, in denen die Menschen nur noch Transportmaterial sind.
Wer auf Besinnungspoesie steht, wird im "Kabinett" bei Katja Hertach auf seine Kosten kommen. Sie hat Gedanken über "Anfang und Ende eines unerfüllten Lebens" an die Wand geheftet. Schließlich hat artclub-Organisator Parzival die Gesamtschau unter dem Titel "Grenzlicht" mit neuen Arbeiten der 100 artclub-Mitglieder ausgestattet. Die nun ist durchweg wieder qualitätvoll und preisgünstig.
bis 1.6., "Grenzlicht" bis 20.6. – artclub, Melchiorstr. 14, 50670 Köln-Agnesviertel, Mo-So 15-20 Uhr

























