25. 05. 2012
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Bunter Reigen im artclub
(js) Kirsten Framing ist seit ihrer Kindheit verliebt in Schere und Papier. Im artclub sind jetzt aktuelle Arbeiten der Künstlerin zu sehen. Sie schneidet ornamentale Formen in einen Bogen Papier, biegt diese nach oben und erzeugt so "Reliefs" in Op-Art-Tradition, die von ihrer unterschiedlichen Schattenwirkung leben. Überzeugender sind allerdings ihre neuesten Arbeiten, gerade einmal etwa 18x15 Zentimeter groß. Hier stellt sie ein ebenfalls mit der Schere zergliedertes Fotos mit einem kleinen Abstand vor ein anderes, es entstehen Bilder, die an Wasserspiele oder das Geäst von Bäumen erinnern. Gesteigert wird die Eroberung der Dreidimensionalität noch durch die weißen kastenartigen Rahmen.
Zweite im Bund der Dreierausstellung ist Evelyn Sabrowske mit Malerei und kleinformatige aquarellierte Tuschzeichnungen. Letztere gefallen vor allem durch ihren ebenso kräftigen wie sensiblen Strich und das Einfühlungsvermögen in menschliche Randsituationen. Neben freien Motiven lässt sie sich auch von Dichtertexten (Kästner, Rühmkorf) inspirieren. Weniger Begeisterung lösen dagegen – trotz malerischen Könnens – die großformatigen übermalten Collagen aus.
Uwe Wolfgramm schließlich ist leider der Versuchung erlegen, auf kleinstem Raum möglichst viel aus möglichst vielen Jahren zu zeigen: Pastelle, Zeichnungen, Fotos, Collagen und Zeichnungen von 1986 bis heute. Weniger wäre mehr gewesen. So lenkt er unter dem Titel "FFF Paradise Lost" selber unnötig zum Beispiel von seinen kräftigen, kleinformatigen Wachsstift-Zeichnungen ab, in denen Landschaften und Stillleben angedeutet werden, oder von seinen zarten verfremdeten Fotoarbeiten. Bleiben zum Schluss für alle drei die günstigen Preise zu erwähnen.
Die Ausstellung läuft noch bis zum 7. Februar 2010. Ort: artclub, Melchiorstr. 14, 50670 Köln-Agnesviertel, Öffnungszeiten: Mo-So 15-20 Uhr

























