25. 05. 2012
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Buthanische Mönche im Museum live erleben
Fünf Prozent der arbeitsfähigen Männer im südasiatischen Staat Bhutan sind Mönche. Das buddhistische Leben spielt eine wichtige Rolle in dem kleinen Staat zwischen Indien und China. Am 20. Februar dieses Jahres beginnt im Ostasiatischen Museum eine der bislang größten und repräsentativsten Ausstellung über den kleinen asiatischen Staat, die bislang in Deutschland gezeigt wurden. 117 Kunstobjekte aus den Tempeln und Klöstern des Staates werden bis zum 24. Mai dieses Jahres als museales Highlight in den Räumen des Museums am Aachener Weiher zu sehen sein. Noch sind nicht alle Kunstobjekte an seinem Platz, aber die beiden Mönche waren am gestrigen Freitag bereits fleißig bei der Arbeit. Sie bereiten mit Konzentration und Fingerfertigkeit unter anderem ein so genannte Mandala aus feinem Sand in verschiedenen Farben vor. Mandala stellen einen bedeutenden Aspekt im religiösen Leben der buddhistischen Mönche dar. Auch ein traditionelle Altare werden vor Ort hergestellt. An den Wänden hängen derweil bereits die ersten Thangkas, in leuchtenden Farben bemalte religiöse Rollbilder in einer Größe von etwa zwei mal drei Metern.
In den kommenden Tagen und Wochen werden die beiden Mönche Nima und Thinglay weiter die Ausstellung vorbereiten. Sie selbst sind während ihres Aufenthalts im Gästehaus des Museums untergebracht, wie Museumsdirektorin Dr. Adele Schlombs bestätigte. Zweimal am Tag – um 11 und 14 Uhr – werden die beiden Mönche ihre religiösen Riten und Gebete aufführen und damit den den Besucherinnen und Besuchern das religiöse Leben des buddhistischen Königreiches näher bringen. "Heilige Kunst aus dem Himalaya", lautet denn auch der Name der Ausstellung, der im Jahr 2008 in der Honululu Academy of Arts seine Premiere feierte. Wissenschaftler dieses Instituts hatten die Ausstellung in fünfjähriger Vorbereitung zusammen mit dem Ministerium für Heimat und Kulturangelegenheiten und dem Vorstand der Mönchsgemeinschaft zusammengestellt. Anschließend war die Ausstellung in New York und San Francisco sowie in Paris zu sehen. Nach der einzigen Station in Deutschland zieht die Ausstellung weiter ins Museum Rietberg in der Schweiz. Nima und Thinglay selbst stammen aus dem mit 3000 Mönchen größten Kloster des Landes, dem Timphu-Tempel.
Die Ausstellung wurde mit Unterstützung der E. Rhodes & Leona B. Carpenter Foundation, dem Michael and Patricia O’Neill Charitable Fund sowie weiteren Partnern ermöglicht. Der Eintrittspreis wird bei 6,50 Euro pro Person liegen, ermäßigt 3,50 Euro. Das Familienticket zum Preis von zwölf Euro berechtigt zum Eintritt einer Familie mit zwei Kindern. Als besonderer Service bietet das Museumsmanagement auch eine Einzelführung in deutscher Sprache an, die gegen einen Aufpreis von 16 Euro die Geheimnisse der buddhistischen Religion näher bringt.
Weitere Informationen zum Ostasiatischen Museum finden Sie im Internet unter: www.museenkoeln.de.

























