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25. 05. 2012
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Der Künstler und das Tier im Menschen


26.01.2011 16:47 von:

Schlagwörter: Köln,artothek,Quabeck,Ackermann,Romantik,Katze,Scherenschnitt,Collage,Porträt

(ehu) Cornelius Quabeck gehört derzeit zu den gefragtesten jüngeren deutschen Künstlern. Vor allem seine abstrakten "explosiven" Gemälde sind immer wieder in Einzel- und Gruppenausstellungen zu sehen. In der artothek zeigt er jetzt unter dem Titel "Paperplan" erstmals seine Zeichnungen. Ein Genre, das dem 36-Jährigen, nebenbei auch noch Musiker, mindestens so wichtig ist wie seine Malerei – sei es als Vorbereitung für andere Arbeit, als Experimentierfeld oder als eigenständiges Kunstwerk. In seinem Atelier, so schildert es, sind sie "überall, im Block, auf dem Boden, unterm Tisch und in Mappen oder an der Wand".

Eine kleine, aber feine Auswahl

Da kann die artothek nur eine kleine Auswahl zeigen. Die aber überrascht durch ihre Vielfalt des Künstlers. Das betrifft vor allem die Technik, er beherrscht alles: Pinsel, Bleistift und Feder, Tusche und Farbe. Dazu nutzt er Collagen und mischt seine Zeichnungen mit Acrylmalerei. Auch die alte Kunst des Scherenschnitts lässt er auferstehen. Stilistisch besticht er ebenfalls durch eine große Bandbreite. Mal fein, Strich neben Strich, mal grob mit breitem Farbauftrag. An die sensiblen Zeichnungen der Romantik erinnert das klassisch-naturalistische Porträt seiner Frau. Sich selbst porträtiert er ebenfalls – wenn es sein muss, auch von hinten mit herunter gelassener Hose. Er lässt sich von japanischer Kalligraphie und Holzschnitten inspirieren. Nicht zu kurz kommen Humor und Politik: Bissig seine Ackermann-Karikatur mit beschmiertem Stinkefinger – Blut oder Scheiße?

Ein zentrales Thema ist bei ihm das Verhältnis von Mensch und Tier, besser: das Tier im Menschen. So sind bei vielen Porträts im Gesicht feine Fellstrukturen zu erkennen, einmal überlagern sich gar bei einer Frau Menschen- und Katzennase. Auch Zwitterwesen wie das Schaf im feinen Anzug tauchen. Dabei steht Quabeck eher auf der Seite der Tiere: Sein Dodo – eine im 17. Jahrhundert ausgerottete Vogelart – lutscht durchaus vergnüglich an menschlichen Fingern.

"Cornelius Quabeck: Paperplan" – bis 19.2., artothek – Raum für junge Kunst, Am Hof 50, 50667 Köln-Altstadt, Di-Fr 13-19 Uhr, Sa 13-16 Uhr







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