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25. 05. 2012
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Design-Absolventen stellen ihre Arbeiten vor


18.07.2010 08:14 von:

Schlagwörter: Köln,Design,KISD,Bahnreisen,Platzmangel,Kalaschnikow,Museum für Angewandte Kunst

(js) Der eine überlegt, wie Küchenmaschinen so in Komponenten zerlegt werden können, dass sie auch preisgünstig zu reparieren sind, statt sie – wie heutzutage üblich – einfach wegzuwerfen. Eine andere entwirft ein Kleid, dass durch Magnete variiert werden und so mehrere Zusatzfunktionen erfüllen kann. Schließlich die effektive Ausnutzung von "Platzmangel" rund um eine Spüle oder Vorschläge, wie Bahnreisen für Senioren besser gestaltet und organisiert werden können. Vier von rund 50 Ideen, die 40 Absolventen der Köln International School of Design (KISD) in diesem Jahr vorgelegt haben. Zu sehen ist das breite Spektrum aus Produkten, Filmen, Informationssystemen, Marken-, Lern- und Servicekonzepten jetzt im Museum für Angewandte Kunst.

Design dient dazu, Gebrauchsgegenstände so zu gestalten, dass sie gut zu gebrauchen, schön anzusehen und nach Möglichkeit auch mit möglichst wenig Aufwand zu produzieren sind. Eine gängige Vorstellung, die an der KISD – und das ist ihr Markenzeichen – aber schon lange nicht mehr gilt, sondern auf ganze Prozesse ausgeweitet wurde. So ist, ein einfaches Beispiel, nicht allein die Gestaltung eines Briefbogens Design, sondern es bezieht auch die vorhergehenden Diskussionen mit den künftigen Nutzern, ja das ganze Kommunikationssystem eines Betriebs mit ein. Dies führt in einzelnen Fällen dazu, dass statt Design zu schaffen soziologische Abhandlungen geschrieben werden – eine Fehlentwicklung vergleichbar Tendenzen in der aktuellen (bildenden) Kunst, wenn Künstler sich als Pädagogen gerieren und dabei die künstlerische Umsetzung vergessen.

Einige theoretische Grundsatzüberlegungen sind jedoch sehr reizvoll: etwa die über die Funktion von Löchern zwischen Nicht-Sein und Sein, über die Reduktion der Größe bei gleichzeitiger Zunahme der Anwendungsmöglichkeiten am Beispiel des Telefons oder die Spannung zwischen Ästhetik und Ethik am Beispiel der Kalaschnikow AK 47. Elf Arbeiten sind für den Kölner Nachwuchs-Design-Preis nominiert, der am letzten Ausstellungstag verliehen wird.

"Design-Absolventen zeigen ihre Arbeiten" – bis 25.7., Museum für Angewandte Kunst, An der Rechtschule, 50667 Köln, Tel. 0221 / 22 12 67 35, Di-So 11-17 Uhr







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