Wetter

Ticket Auktion auf www.fanSALE.de


Köln Nachrichten Neu


zum Archiv ->

Köln Nachrichten bei Twitter

Follow us

28. 08. 2014
Seite drucken

Eine Wahlkölnerin stellt ihre Werke aus


19.05.2010 19:30 von:

Schlagwörter: Köln,Rathaus,Finissage,Amy Antin,Angela Spizig,Ausstellung,Gemälde,Vielseitigkei

Wenn man bei Google den Namen Amy Antin nachschlägt, findet man zunächst den Hinweis auf ihre Musik-Karriere. Die Sängerin und Songwriterin lässt sich jedoch keineswegs nur auf diese Kunstform reduzieren. Das dürften in den vergangenen zwei Wochen Kunstinteressierte im ersten Stockwerk des Spanischen Baus hinlänglich studieren. Dort stellte die US-Amerikanerin mit Wohnsitz in Köln-Sülz 15 ihrer Gemälde aus. Für die gestrige Finissage kamen noch mal drei weitere Werke hinzu. Die Werke wirken durch die sanften Acrylfarben, die die Künstlerin auf Holzplatten aufgetragen hat, eher sanft und gedeckt. Grelle Farbtupfer oder auffällige Dissonanzen sucht man vergebens. Bisweilen neigt der interessierte Betrachter dazu, den Bilder eine gewisse Symetrie zuzuordnen. Allerdings wird die, wie die Künstlerin selbst zugibt, in den meisten Bildern durchbrochen durch geschickt eingesetzte Quer- und Längslinien, die den eigentlich ruhigen Aufbau ihrer Bildkompositionen im wahrsten Sinne des Wortes durchkreuzen. "Unstable symetry", lautet folgerichtig nicht nur einer ihrer Musiksongs, er lässt sich auch auf ihre Gemälde übertragen.

Genauso spannend wie ihre Bilder ist auch ihr Werdegang. Schon als Kind, lange vor ihrer Karriere als Songwriterin, hat Antin den Pinsel geschwungen und ihre Phantasien zu Papier gebracht. Mit 20 zog es sie dann in die Weltmetropole New York, wie sie unter anderem auch Kunst studierte. Ihre Promotion absolvierte sie jedoch in Literaturwissenschaften. Doch statt akademischer Noblesse begegnet die Optimismus und Lebensfreude ausstrahlende Wahl-Kölnerin mit einer für US-Amerikaner nicht selbstverständlichen Offenheit. Genau das liebt sie auch an der Domstadt, in der sie seit inzwischen 18 Jahren ihren Lebensmittelpunkt hat. "Die Kölner sind offen und auch tiefgründig, ich liebe das Flair hier", bekennt sie im Gespräch mit der Redaktion. Und als Weltbürgerin hat sie auch den Kontakt zu ihrer alten Heimat nie abbrechen lassen. Die nächste Ausstellung wird es sicher geben, allerdings stehen die Details noch nicht fest. Auf keinen Fall jedoch wird sie an ihrem zukünftigen Ausstellungsort die gleichen Bilder zeigen. "Ich habe ständig neue Ideen. Zur nächsten Ausstellung gibt es auch eine Kollektion neue Bilder", verspricht die Künstlerin. Und auch Bürgermeisterin Angela Spizig, die in den inzwischen mehr als zehn Jahren Amtszeit als Vertreterin des Oberbürgermeisters, ist der Stolz über die gelungene Werkschau anzusehen. Rund 50 geladene Gäste nahmen am gestrigen Abend Abschied von der Ausstellung, aber die Künstlerin, so viel steht fest, wird der Kunststadt Köln erhalten bleiben. Man darf gespannt sein.

Weitere Informationen zur Künstlerin und ihrem Wirken finden Sie auch auf der Internetseite: www.antin.de.







Artikel Service