25. 05. 2012
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Fafnir und das Geheimnis des menschlichen Gesichts
(ehu) Nur jeweils knapp zwei Wochen dauern die drei Einzelausstellungen, in denen sich die Mitglieder des Kölner artclub vorstellen. Für die Besucher immer wieder eine kleine Wundertüte, in der sich – übers Jahr gesehen – für jeden Geschmack etwas findet. Das gilt selbstverständlich auch für die aktuellen.
"Die unterhaltendste Fläche auf der Erde für uns ist die vom menschlichen Gesicht" – diese Sentenz von Georg Christoph Lichtenberg hat sich Ingo Berndt zu eigen gemacht. Porträts sind seine Spezialität, fast manisch erforscht er sich selbst und seine Mitmenschen. Durchstreift dabei sämtliche Möglichkeiten, die ihm die Zeichnung und Malerei bieten. Poetisch, naiv, kubistisch, mal brutal wie Bacon, mal sensibel wie Kollwitz oder gnadenlos-selbstkritisch wie Schiele. Dabei aber nie als einfallsloser Epigone, sondern als kreativ Suchender, immer dem Geheimnis des Menschen auf der Spur. In neueren Arbeiten entwirft er mit düsteren Farben surreale Industrielandschaften, in denen sich drohende Untiere verbergen.
Ein liebenswerte Drache aus transparenten Pflanzenblättern und -blüten
Reine Poesie sind die phantasievollen Pflanzencollagen von Achim R. Kirsch. Aus getrockneten Lauchblättern und Blüten setzt er sein Fabelwesen "Fafnir" zusammen, das er unterschiedlichen "Lebenssituationen" aussetzt. Als Leuchtbilder werden die sparsamen Arrangements transparent, offenbaren ihre Faser- und Adernstrukturen. In einem Film wird Fafnir sogar lebendig und bewegt sich dank Rückstrahltechnik durch den Raum.
Als Suchende zeigt sich Jutta Brandt-Stracke. Äußerst unterschiedlich in ihrer Qualität sind ihre teils esoterisch angehauchten Zeichnungen, Malerei und Skulpturen. Das ausgestellten Arbeiten reichen von gemalten Selbstporträts, in denen die Künstlerin die eigene Lebensperspektive hinterfragt, über "Acryl-Collagen" bis zu trendy-kitschig bronzierten Märchenwesen.
bis zum 11.9. – täglich 15 - 20 Uhr, artclub, Melchiorstr. 14, 50670 Köln-Agnesviertel, Eintritt frei, im Internet unter: www.artclub-galerie.de.

























