25. 05. 2012
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Fotokunst an der Grenze zur Malerei
Zunächst trifft der Besucher auf die Arbeiten von Frank Baquet. "Domino" nennt er die Werkgruppe, die Szenen aus dem Clubleben zeigt. Mit digital erzeugten Überblendungen und verfremdeten, kühlen Pastell-Neonfarben – hart zur Malerei – wird er zum "Lichtbildner" und gibt exakt die "coole" Atmosphäre wieder, wie sie durch "reale" Fotos oder Malerei nur schwer zu erzeugen wäre.
Ähnlich wie Baquet erforscht auch Sylvia Göldel die Grenzen zwischen Fotografie und Malerei. Sie beschränkt sich dabei auf Schwarzweiß. Ihre Motive sind kleine Details: das Loch in einer Glasscheibe und die davon ausstrahlenden Risse, ein Stück Maschendrahtzaun, ein verstaubtes Spinnweb. Gekonnt spielt sie dabei mit Unschärfen oder Spiegelungen. Stark vergrößert, sind geheimnisvolle, fast abstrakte Foto-Grafiken das Ergebnis. Weniger überzeugend sind allerdings Göldels Struktur-Collagen.
Enttäuschend ist die Acrylmalerei von Gunther Eberz: eine skurrile Mischung zwischen naiv und versuchten barocken Schatteneffekten. Auch mit seinen spirituellen Motiven verhebt er sich. Dass er es viel besser kann, zeigt seine Mappe im artclub-Archiv mit lebendig-flotten Skizzen.
bis 13. Juli 2011 – artclub, Melchiorstr. 14, 50670 Köln-Agnesviertel, täglich 15-20 Uhr, Eintritt frei

























