25. 05. 2012
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Im Spanischen Bau stehen "Menschenschicksale"
Vor ziemlich genau 70 Jahren wurden rund 2000 Kölner Bürgerinnen und Bürger von den damaligen Nazi-Machthabern in das Ghetto Litzmannstadt transportiert. Für viele dieser Menschen war das der sprichwörtliche Anfang vom Ende. Die Deportation bedeutete für die Mehrzahl der so Verschleppten den sicheren Tod, nur wenige konnten nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs über die Grausamkeiten berichten. Damit der staatlich organisierte Völkermord nicht in Vergessenheit gerät, zeigt die Bundesbehörde im städtischen Rathaus auf Schautafeln ausgesuchte, menschliche Schicksale aus jener dunklen Periode der deutschen Geschichte. Neben Prominenten wie dem späteren Bundeskanzler und SPD-Vorsitzenden Willy Brandt, den beiden Nobelpreisträgern Albert Einstein oder Thomas Mann werden auch eher unbekannte Schicksale dokumentiert.
Oberbürgermeister Jürgen Roters als Hausherr und der Präsident des Bundesverwaltungsamtes, Christoph Verenkotte eröffneten die Ausstellung am Montagnachmittag. Das Bundesverwaltungsamt stellt dabei anhand von Originalpapieren die Einzelschicksale auch von prominenten Betroffnen wie etwa Albert Einstein und Thomas Mann dar. Der nationalsozialistische Rassenwahn richtete sich nicht alleine gegen die jüdischen Mitbürgerinnen, wiewohl diese Gruppe besonders brutal und menschenverachtend behandelt und in Massen getötet wurden. Auch all diejenigen, die sich gegen den allgemeinen Zeitgeist stellten und sich kritisch zu den Nazis äußerten, gerieten in den Fokus von Gestapo und der gleichgeschalteten Justiz. Die Ausstellung zeigt Dokumente zu Zwangsausbürgerungen und macht damit den Missbrauch staatlicher Macht gegen Andersdenkende deutlich. Die Original-Unterlagen stammen größtenteils aus Aktenbeständen, die die Alliierten beschlagnahmt hatten. Auch "erbbiologische Rassengutachten" und schriftlich bekundete Willensäußerungen Hitlers sind zu sehen.
Die Dokumentation "Menschenschicksale" ist vom 26. Juli bis 11. August 2011 im Lichthof des Spanischen Baus zu sehen. Die Öffnungszeiten sind Montag, Mittwoch und Donnerstag von 8 bis 16 Uhr, Dienstag 8 bis 18 Uhr und Freitag 8 bis 12 Uhr. Am Wochenende bleibt der Spanische Bau und damit auch die Ausstellung geschlossen

























