25. 05. 2012
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Schichtwechsel im Museum Ludwig
(js) Wer in der Ausstellung "Bilder in Bewegung" noch alle Filme von Klaus vom Bruch, Bruce Conner, Birgit & Wilhelm Hein, Peter Roehr, Marcel Odenbach, Martha Rosler, Bill Viola und Hannah Wilke sehen will, muss sich beeilen: Komplett werden ihre Arbeit nur noch bis zum kommenden Samstag, 15. August, präsentiert. Danach werden acht Installationen ausgetauscht. Das dauert etwas, doch ab dem 21. August sind dann "Tapp und Tastkino" von Valie Export, "Maalesh", "Dora" und "Access" von Boaz Kaizmann/Erik Sick, "How to look ok" von Babette Mangolte und "Big Business & The Making of Big Business" von Clemens von Wedemeyer im Museum Ludwig zu entdecken.
"Tapp und Tastkino" dokumentiert die berühmte Aktion der österreichischen Konzeptkünstlerin Valie Export. Sie forderte 1968 Passanten auf, durch einen umgeschnallten Styroporkasten für eine halbe Minute ihre Brüste zu ertasten. Kurzgeschichten von Boaz Kaizman bilden die Grundlage für seine Filme, in denen die Grenzen zwischen Fiktion und Dokumentation verschwimmen. "How to look (RUSHES)" ist eine künstlerische Revision der Filmemacherin und Fotografin von Performances Babette Mangolte. "Big Business" ist ein Remake des gleichnamigen Slapstick-Kurzfilms von Stan Laurel und Oliver Hardy, das der Künstler mit Inhaftierten einer Justizvollzugsanstalt in Ostdeutschland realisiert hat.Â
Seit Ende Mai gibt die Ausstellung "Bilder in Bewegung – Künstler & Video/Film" einen Überblick über eine Kunstart, die lange brauchte, um anerkannt zu werden. Köln spielte dabei in den 70er Jahren eine zentrale Rolle, wichtige Künstler arbeiteten hier, hier wurde ihre Kunst gesammelt und ausgestellt. Für die aktuelle Ausstellung mit Exponaten von 40 Künstlern aus den hauseigenen Beständen wurde das Untergeschoss des Museums fast komplett ausgeräumt, gezeigt werden Filme – teilweise sogar noch auf Zelluloid –, Videos und oft raumgreifende Installationen. Zusätzlich sind 270 Arbeiten an zwei Sichtplätzen abrufbar. Bei Auswahl und Präsentation wird die Verschränkung dieser Kunstgattung untersucht, wird die Trennung zwischen Kunst- und Filmwissenschaft aufgehoben.
"Bilder in Bewegung – Künstler & Video/Film" – bis 31.10., Museum Ludwig, Di-So 10-18 Uhr, Eintritt: 9/6 Euro. Katalog: 29 Euro. Umfangreiches Begleitprogramm unter: www.museum-ludwig.de.

























