25. 05. 2012
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Wie eine Bronzefigur entsteht
Der Bildhauer Bernd Müller gewährt einen Blick in seine Werkstatt. Am Beispiel seiner Skulptur „Pan“ zeigt er deren Entstehung von der Bleistiftskizze bis zur fertigen Figur aus Stewalin, einem künstlichen Keramik-Material, oder der teuren Bronze. Dazwischen liegen das Tonmodell, die Negativ-Gussform aus Silikon und Gips, die Endbearbeitung der Oberfläche. Jeder Schritt wird mit einfachen Worten und einem handfesten Beispiel dokumentiert. Das ist sachlich und lehrreich. Schöner wäre es, wenn er statt der recht konventionell-dekorativen Figur des Pan mit Becher und Flöte eine seiner vielen Plastiken vorgestellt hätte, in denen er mit eigener sachlicher Formensprache und subtilem Witz menschliche Schwächen aufs Korn nimmt.
Nicht ganz überzeugen kann Uwe Wolfgramm mit seinen überlebensgroßen Rückenakten. Grob gemalt sind sie weder sinnlich noch knackig oder lustanregend. Daran ändern auch die (echten) grünen Äpfel nichts, die er davor arrangiert. Äußerst sensibel und mit feinem Strich-an-Strich dagegen seine Kugelschreiberzeichnungen. Doch bemühte Titelfindungen wie „Gefühlszaubermoment“ oder „Am Uferlos“ rücken sie in die Nähe des Gefühlskitschs.
Eher belanglos sind die „Papierarbeiten“ von Andrea Körfgen: wild-abstrakte Malerei auf zerknittertem und collagiertem Grund.
Bernd Müller, Uwe Wolfgramm, Andrea Körfgen - bis 22.11., artclub, Melchiorstr. 14, 50670 Köln-Agnesviertel, täglich 15-20 Uhr, Eintritt frei

























