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25. 05. 2012
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Im Gefühlstrudel der Liebe


25.08.2009 07:12 von:

Schlagwörter: Köln,Theater,Sinn,Hilling,Bauturm,Liebe,Arturo,Schauspielschule

(js) Liebe kann ganz schön anstrengend sein. Vor allem wenn man jung ist, dann ist sie sogar manchmal mörderisch, im wahrsten Sinne des Wortes. Warum sich Jugendliche die Irrungen und Wirrungen trotzdem antun, dem geht Anja Hilling in ihrem Bühnenstück "Sinn" nach. In fünf "Dramoletten" zeigt sie fünf Paare und deren Schwierigkeiten, zusammengehalten werden die Teile durch die mehr oder weniger intensive Bekanntschaft der Akteure. Für die Kölner Inszenierung hat sich Regisseur Thomas Ulrich auf vier beschränkt.

Zugleich – und auch darauf spielt der Titel an – geht es um die Bedeutung der fünf Sinne im Beziehungsgeflecht der Menschen. So liebt Phoebe den blinden Fred, Natascha will stumm bleiben und verliebt sich in den Schulsprecher Albert, Jule verweigert die Berührung durch Jasmin, Karl und Tommi sprechen über den Geruch der Liebe. Alle befinden sich in extremen Beziehungen, die doch allgemeine Gültigkeit haben. Die 16- bis 19-Jährigen suchen nach den Erklärungen für ihre Gefühle, sie tasten sich an sie heran, schießen übers Ziel hinaus und fürchten sich, zu weit zu gehen. Sie zweifeln, sind übermütig, selbstbewusst und selbstkritisch – zugleich auch unsicher, tastend und ängstlich. Sie träumen von etwas, dessen Höhen und Tiefen locken und abschrecken.

Die Sprache der Stücke schaut der heutigen Jugend aufs Maul. Doch zum Leben erweckt wird sie erst durch die durchweg hervorragende schauspielerische Leistung der acht jungen Akteure. Jette Funk, Christiane Isele, Steven Reinert, Sebastian Schmeck, Nele Swanton, und Stephan Weigelin sind Schüler der Kölner Arturo-Schauspielschule (Thomas Ulrich ist dort Dozent), Linda Meyer ist Arturo-Absolventin, Hendrik Vogt kommt von der Frankfurter Hochschule für Darstellende Kunst. Sie ziehen alle Register der menschlichen Gefühle und Leidenschaften, sie beherrschen die leisen Töne ebenso wie die emotionalen "Kracher" und die Groteske, sie füllen die karg möblierte Bühne mit Lebenslust und Liebesfrust.

Dem Premierenpublikum hat es gut gefallen, es geizte nicht mit Schlussapplaus. "Lieb mich" hat sich das Theater im Bauturm als Motto über den Spielplan geschrieben, der Auftakt mit "Sinn" macht Appetit auf mehr.

"Sinn": 26.-29.8., 27.9., 5.9., 6.9., jeweils 20 Uhr, Theater im Bauturm, Aachener Str. 24-26, 50674 Köln, Karten: Vorverkauf, 15/10 Euro, Abendkasse 18/12 Euro

Internet:

www.off-ticket.de.

www.koelnticket.de.

oder an allen KölnTicket Vorverkaufsstellen







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