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25. 05. 2012
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Köln fördert auch in diesem Jahr wieder junge Künstler


10.07.2009 14:30 von:

Schlagwörter: Köln,Kunst,Kunststipendium,2009,Musik,Literatur,Bildende

(js) Ein Jahr lang frei von Geldnöten sich ganz der Kunst widmen können – für vier junge Kölner Künstler und eine Künstlerin ist dieser Traum wahr geworden. Am heutigen Freitag gab Kulturdezernent Prof. Georg Quander die diesjährigen Gewinner von vier städtischen und einem privaten Förderstipendium bekannt. Jeder von ihnen bekommt ein Jahr lang jeden Monat 1000 Euro, dazu in den nächsten Monaten eine Ausstellung, ein Konzert bzw. eine Lesung sowie im Dezember einen Empfang im Rathaus.

Die Gewinner 2009

Das älteste Stipendium – erstmals 1971 verliehen – ist das Friedrich-Vordemberge-Stipendium für Bildende Kunst. Auch wenn es in diesem Jahr wieder für die "klassischen" Bereiche Malerei, Grafik, Zeichnung, Skulptur, Installation und Performance ausgeschrieben wurde, wurde mit Vesko Gösel (25) ein Künstler ausgezeichnet, der die gängigen Genres überschreitet. Die Jury überzeugte er durch seine Fähigkeit, die Fotografie aus ihrer "medialen Begrenztheit zu befreien und sich selbstironisch einer medienübergreifenden Arbeitsweise zu öffnen". Schwer tat sich die Jury des Chargesheimer-Stipendiums für Medienkunst – nicht mit der Qualität des Preisträgers, sondern weil das Schaffen von Preisträger Gerriet K. Sharma (35) zwischen Musik und Kunst anzusiedeln ist. "Meine Bewerbungen werden oft zwischen diesen beiden Bereichen hin- und hergeschoben", hat Sharma schon häufig erfahren. Viele Kölner dürften sich noch an seine Klanginstallation im Hafenkran am Rheinauhafen aus dem Vorjahr erinnern.

Eindeutig der Musik zuzuordnen ist die Komponistin Brigitta Muntendorf (27). Sie erhielt das Bernd-Alois-Zimmermann-Stipendium, weil sie neue Wege in der Neuen Musik findet. Besonders gefiel der Jury die "Verdichtung von Klang und die Erfindung von Klangbildern. Das privat finanzierte "Horst und Gretl Will-Stipendium für Jazz und improvisierte Musik" ging an den Jazzbassisten Robert Landfermann (27), der in der Szene schon lange kein Unbekannter mehr ist. Die jetzige Förderung soll ihn "in seinem gewählten Weg bestärken, seinen künstlerischen Ausnahmerang dokumentieren und ihn zu weiteren Impulsen in die Kölner Szene ermutigen". Sofort nach seiner Vorstellung musste er zu einem Auftritt beim Rotterdamer Jazzfestival reisen. Ebenfalls 1971 wurde erstmals das Rolf-Brinkmann-Stipendium für Literatur verliehen. In diesem Jahr ging es an den gebürtigen Vietnamesen Thien Tran (30) für seine Gedichte, die sich durch ihre "höchst zeitgemäße Annäherungen an das Leben in der Sprache und damit an das Leben der Sprache" auszeichnen.

Insgesamt hatten sich in diesem Jahr 96 Kulturschaffende – davon ein Drittel Frauen – beworben, nur unwesentlich weniger als in den Vorjahren. Die meisten (60) waren es in für die beiden Kunst-Stipendien. Männer dominierten bei der Musik. Die Bewerbungen für die nächsten Stipendien können vom kommenden Dezember bis April eingereicht werden.







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