25. 05. 2012
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Kölner Künstler erhalten neues Zuhause
Noch wird in der Deutz-Mülheimer-Straße am neuen Atelierhaus gebaut. Doch wer sich als Künstlerin oder Künstler am neuen Standort für Kulturschaffende ein eigenes Atelier einrichten will, kommt zu spät. Wie die Stadt Köln in dieser Woche bekannt gab, sind sämtliche 41 Ateliers in der umgenutzten ehemaligen Fabrikliegenschaft inzwischen vergeben. Das Projekt entstand in Zusammenarbeit mit dem Düsseldorfer Investor Gil Bronner, die ehemalige Industriehalle gehörte früher zu Lindgens, die bereits zur Mitte des 19. Jahrhunderts eine Bleiweißfabrik errichtete und damit den Grundstein für die Industrialisierung im damals noch unabhängigen Örtchen Mülheim legte. Doch im Zuge des Strukturwandels verließ auch das ehemalige Kölner Traditionsunternehmen seinen Produktionsstandort. In der ehemalige Industriebrache entsteht nun neues urbanes Leben. Wieder einmal wird Kunst und Kultur zum Lebensspender und Impulsgeber für den Strukturwandel.
Neben der stadtentwicklungspolitischen Funktion dient das neue Ateliergebäude vor allem der Versorgung der regionale Kunstszene mit preisgünstigem Atelierraum. Nicht jeder Kunstschaffende hat das notwendige Kleingeld zur Hand, um sich ein schmuckes Atelier in den Szene-Vierteln der Domstadt einrichten zu können. Und auch viele vormalige Industriebrachen weichen zunehmend Neubauten für Wohnen und Gewerbe. Mit dem Mülheimer Projekt und mit Unterstützung des Düsseldorfer Investors soll nun nach Köln-Poll auch in Köln-Mülheim Abhilfe geschaffen werden. 3700 Quadratmeter Nutzfläche – aufgeteilt in 41 vermietbare Einheiten stehen dafür bereit. Auf Vermittlung der Kölner Kulturverwaltung konnten auch fünf Kunstschaffende aus dem Clouth-Areal in Mülheim ein neues Zuhause finden. Im September dieses Jahres wird in dem ehemaligen Produktionsgelände des früheren Industrieunternehmens geräumt, nach mehr als sechs Jahren zäher Verhandlungen. Die Stadt plant auf dem weitläufigen Areal an der Niehler Straße ein neues urbanes Stadtquartier mit insgesamt rund 1000 Wohnungen.

























