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25. 05. 2012
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Künstler will Garten aus Metall bauen


19.04.2010 12:46 von:

Schlagwörter: Köln,Dormagen-Guffanti,Stiftung,Stipendium,Mitsui,Aids-Hilfe,Emmaus,SBK

(js) Takashi Mitsui kann auf zahlreiche Stipendien und öffentliche Auftritte im In- und Ausland verweisen – doch in Köln, wo der Japaner seit fast zehn Jahren lebt, ist er fast unbekannt. Das wird sich sicher bald ändern, denn der 44-Jährige ist der diesjährige Gewinner des Dormagen-Guffanti-Stipendiums. Das sichert ihm einen halbjährigen Aufenthalt im SBK-Heim am Laachemer Weg, an dessen Ende eine Ausstellung steht.

Das Stipendium wurde 1997 erstmals verliehen. Es erinnert an den Hubert Dormagen, der der Stadt Köln 1913 fast 500.000 Mark für den Bau eines "Krüppelheims" vermachte. Teil der Erbschaft war eine Gemäldesammlung, das Betrachten der Bilder sollte "die Heilung der Kranken beschleunigen". 1953 wurde die Dormagen-Stiftung mit der 1904 gegründeten Guffanti-Stiftung zusammengeschlossen. Nicola Dormagen, Nachfahrin des Arztes und selber Künstlerin, hatte die Einrichtung des Stipendiums angeregt. Es wird jährlich bundesweit für eine andere Kunstsparte – in diesem Jahr war es Skulptur – ausgeschrieben. Das Halbjahres-Stipendium ist mit 770 Euro monatlich plus einem einmaligen Materialkostenzuschuss in Höhe von 1.000 Euro dotiert. Der Preisträger erhält Wohnung und Atelier im städtischen Dormagen-Guffanti-Wohnheim. Gewünscht wird, dass der Preisträger mit den Bewohnern des Komplexes, auf dem neben dem Heim für schwerstbehinderte junge Erwachsene auch die Aids-Hilfe, die Emmaus-Gemeinde und der Gehörlosen-Bund beheimatet sind, ein Projekt umsetzt.

Mitsui überzeugte die Jury "durch die große konzeptionelle Dichte und experimentelle Vielfalt" seiner bisherigen Arbeit. Mit stark konzeptionell ausgerichteten Klang-, Video- und Rauminstallationen beschäftigt er sich immer wieder im öffentlichen Raum "mit menschlichen Wahrnehmungsphänomenen und der naturwissenschaftlichen Wechselwirkung von Bewegung und Stillstand". Als Stipendiumsprojekt will er mit den Bewohnern einen metallenen Garten bauen, durch den ein Zug mit einer Kamera fährt. Dessen Bilder werden dann in mit Aufnahmen von Köln überblendet. Der Künstler will so das Spannungsverhältnis zwischen Natur und Stadtraum, zwischen Industrie und Ökologie hinterfragen.







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