25. 05. 2012
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Kultur in Köln-Zollstock: Ein Experiment
Es gibt vieles, was der Kulturmetropole Köln gut zu Gesicht stehen würde. Eine immer wieder vorgetragene Forderung der Freien Szene ist die Bereitstellung entsprechender Räumlichkeiten. Schon seit Jahren gibt es immer wieder Auseinandersetzungen um leer stehende Gebäude. Nun wagt die Stadt am kommenden Wochenende ein Experiment. Für ein Wochenende soll ein Gebäudekomplex Schauplatz einer ortsspezifischen Kunstinstallation werden, kündigte die Kölner Stadtverwaltung am heutigen Freitag an. Die Installation steht unter der Bezeichnung "interim eins".
Die Stadt Köln hat im Vorfeld der Aktion die temporäre Umwidmung aktiv unterstützt. Wirtschafts- und Liegenschaftsdezernent Dr. Norbert Walter-Borjans weiß um die bereichernde Funktion, die Kultur bei Projektentwicklungen besitzt. Häufig sind es Kunstschaffende, die sich als erste in brachliegenden Flächen ansiedeln und diese wieder mit Leben füllen. Walter-Borjans bezeichnet das als "Pionierarbeit", reizvolle Areale werden so mit einfachsten Bordmitteln wieder attraktiv gemacht und erregen so das Interesse von Projektentwickler. "Von diesem Wandel lebt eine Stadt wie Köln", begründet der Beigeordnete die Unterstützung der Stadt für das Projekt. Auch wenn das Projekt nur für ein Wochenende und damit einen sehr engen zeitlichen Rahmen hat, bedeutet dies doch immerhin ein Zeichen in Richtung Freie Szene. Zuletzt hatte eine Initiative Kölner Künstler aus der Freien Szene mit einer Kampagne für den Kulturstandort ihren Unmut öffentlich gemacht. Die fehlenden Räumlichkeiten waren dabei eine der Kernforderungen der Initiative.

























