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25. 05. 2012
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Meilenstein in der Förderung der Freien Szene


30.01.2009 15:10 von:

Schlagwörter: Köln,Eröffnung,Tanzresidenz,Prof. Georg Quander,Proberäume,Tanzensemble

Erleichterung und Freude war den zahlreichen Gästen aus dem Bereich der Kölner Tanzszene deutlich anzusehen. Mit Kind und Kegel machten sich knapp 100 Akteure auf den Weg in die Venloer Straße 41. In den Räumen eines ehemaligen Fitness-Centers entstand innerhalb nur eines Monats auf rund 430 Quadratmetern Fläche die neue Tanzresidenz. Ermöglicht wurde dies durch die reibungslose Zusammenarbeit zwischen dem Kölner Kulturamt und dem eigentlichen Mieter der Räume, dem Kölner Unternehmer Ulrich Datzer. Der schwärmte geradezu von der konstruktiven Zusammenarbeit mit der Kölner Kulturbehörde. "Man spürte zu jedem Zeitpunkt den Wunsch, die Freie Tanzszene zu fördern", so Datzer gegenüber Köln Nachrichten. Bereits vor rund 20 Jahren wurde hier ein Tanzstudio aufgemacht. Datzer, selbst Betreiber des Cologne Dance Centers, erhofft sich von dem neuen "Untermieter" Impulse auch für sein eigenes Geschäft. Ohnehin sind bereits einige Profitänzerinnen und –tänzer auch bei ihm als Lehrpersonal unter Vertrag. Sein Cologne Dance Center liegt in fußläufiger Entfernung auf dem gleichen Areal.

Etappenziel erreicht

Bei aller Euphorie räumte Quander in seiner Ansprache allerdings ein, dass die nun erfolgte Anmietung lediglich der erste Schritt sein kann. Trotzdem wollte auch er die gute Stimmung und die damit verbundene Hoffnung keineswegs schmälern. Und so zollte nicht alleine dem Kooperationspartner Lob. "Die Anmietung der Tanzresidenz ist ein gutes Beispiel für die Zusammenarbeit zwischen der öffentlich geförderten Kultur und der Kulturwirtschaft", erklärte der Kölner Kulturverantwortliche. Die heute erfolgte offizielle Einweihung war der letzte Schritt einer Entwicklung, die innerhalb weniger Wochen endverhandelt werden konnte. Noch bis zum Ende vergangenen Jahres stemmten hier Hobbysportler Gewichte. Nach Auskunft Datzers mussten zudem einige bauliche Veränderungen vorgenommen werden. Aber schon am 19. Januar konnte die erste Tanzkompagnie "Raum 13" ihr erste Training aufnehmen. Weitere sollen nun folgen und haben es bereits getan. Wie Quander weiter berichtete, sind bereits Anfragen von verschiedenen Ensembles im Kulturamt eingegangen. 24 Tanzgruppen können dort jeweils für vier Wochen die Räumlichkeiten nutzen, die Nutzung selbst wird vom Kölner Kulturamt übernommen. "Die Tanz-Residenz ist kein Ersatz für das gewünschte und auch notwendige Tanzhaus in Köln", stellte Quander klar.

Mit der nun eingeleiteten Probephase wollen die Kölner Kulturverantwortlichen zumindest einen ersten Anlaufpunkt für die Kölner Tanz-Szene bieten. Bereits im Herbst werde man die gemachten Erfahrungen auswerten und dann entscheiden, ob es zu einer Fortsetzung des Projektes kommen wird. Für rund 50 Prozent der Kapazitäten in den neuen Probenstudios gebe es noch Platz. Den Choreografen und Ensembles stehen gleich zwei Räume zur Verfügung, der größere der beiden umfasst rund 220, der kleinere knappe 90 Quadratmeter Grundfläche. Außerdem gibt es im Eingangsbereich der Probenstudios eine Theke mit Getränken und schwarzem Brett. "Köln beheimatet 40 Prozent aller Tänzerinnen und Tänzer in NRW. Durch die neuen Proberäume wollen wir die Arbeit- und Produktionsbedingungen der Künstler verbessern und gleichzeitig verhindern, dass sie zukünftig auf Flächen außerhalb von Köln ausweichen müssen", so Quander abschließend.

Formlose Anträge auf die Nutzung der "Kölner Tanzresidenz" nimmt das Referat Theater und Tanz des Kulturamts, Richartzstraße 2-4, 50667 Köln, entgegen. Telefonische Auskünfte gibt es unter der Rufnummer 0221/221-2 36 55.







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