25. 05. 2012
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Sanierung der Orangerie kostet eine Million Euro
(ehu) Lorenz Deutsch, für die FDP als beratendes Mitglied im Kulturausschuss, verstand die Welt nicht: Da hat die Stadt in der Vergangenheit eine Millionenförderung für die Sanierung der Orangerie ausgeschlagen, weil sie die Folgekosten fürchtete – und jetzt soll die Stadt fast 500.000 Euro aus eigenen Mitteln zur Sanierung des denkmalgeschützten Hauses zahlen und eine weitere halbe Million, damit es ganzjährig vor allem als Spielstätte für Tanz genutzt werden kann. So jedenfalls sieht es die Kostenschätzung der Verwaltung vor.
Dass Kölns Tanzszene eine Spielstätte braucht, darin sind sich die Mitglieder des Kulturausschusses einig. Schon jetzt finden hier regelmäßig Veranstaltungen statt, wenn auch unter fast unzumutbaren Bedingungen. Einig war man sich am Dienstag auch, dass die Orangerie – Teil des preußischen Festungsrings um Köln – dringend saniert werden muss. Erst einmal wurden diese Zahlen zur Kenntnis genommen. Schon bald sollen sie in den Fraktionen beraten werden. Brigitta von Bülow von den Grünen jedenfalls ist überzeugt, dass das erforderliche Geld vorhanden sei.
Heiß und lange diskutiert wurde dagegen die erstmalige Vergabe von Fördermitteln nach dem neuen Tanzförderkonzept. Kritisiert wurde, dass nicht alle vorgesehenen Mittel verteilt wurden, so erhalten etwa nur zwei statt drei Compagnien eine über drei Jahre laufende Konzeptionsförderung (Kompanie Mouvoir und Kompanie Silke Z./resistdance). Erklärt wurde die mit Startschwierigkeiten und damit zusammenhängenden Unklarheiten. Der Antrag von CDU und FDP, eine zweite Antragsfrist noch in diesem Jahr zuzulassen, wurde von der SPD-Grünen-Mehrheit abgelehnt. Stattdessen sollen die freien Mittel im nächsten Jahr verteilt werden.

























