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25. 05. 2012
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Theatermacher ziehen in leeren Filmpalast ein


09.07.2011 09:20 von:

Schlagwörter: Köln,Freihandelszone,Globalize Cologne,Filmpalast,Kinofilme,Filmastarts,Riphahn,

(ehu) Seit vier Jahren organisiert das freie Kölner Theaternetzwerk "Freihandelszone" das erfolgreiche Festival "Globalize Cologne". Bei der fünften Auflage in diesem Jahr geht man neue Wege: Erstmals wird alles "am Stück" innerhalb eines Monats vom 19. November bis 17. Dezember präsentiert, bislang waren das Programm in vier zeitlich getrennte Blöcke aufgetrennt. Von dieser Konzentration erhofft sich Ko-Organisator Jörg Fürst eine Verdopplung der Zuschauerzahlen. Größte Neuerung aber ist die diesmal einzige Spielstätte: Der ehemalige Filmpalast am Hohenzollernring.

Das Kino – 1931 von Wilhelm Riphahn erbaut, heute zum Teil denkmalgeschützt – steht seit einem Jahr leer. Mit 3000 Plätzen war es einmal das größte Filmhaus Kölns, eine ganze Generation sah in der Location die neuesten Kinofilme. In den letzten Jahren erhielt das Lichtspielhaus zahlreiche "Zimmerkinos", am Schluss gab es 14 Säle – 600 Plätze hat der größte, ein knappes Dutzend der kleinste. "Ideal, um bei einem Theaterfestival die unterschiedlichsten Stücke anzubieten", freut sich Fürst.

Ohne professionelle Hilfe mit viel Idealismus läuft nichts

"Es ist aber auch eine große Herausforderung – technisch, organisatorisch und finanziell, fährt der Sprecher von "a.tonal.theater" fort. Das finanzielle bezieht er weniger auf die Miete – "da ist uns der Investor großzügig entgegengekommen". Aufwändig sei dagegen die technische Ausstattung inklusive Bühnenaufbauten. "Da wird uns sehr professionell und viel Idealismus geholfen." Der nötige Etat wird auf über 100.000 Euro geschätzt, zahlreiche Fördermittel seien schon zugesagt.

Wie üblich, hat jedes der vier Freihandelszonen-Mitglieder seine Beiträge eigenverantwortlich ausgesucht. Neben Eigenproduktionen mit zum Teil internationaler Beteiligung kommen die eingeladenen Theaterleute und Tänzer in diesem Jahr aus Japan, USA, Belgien und Frankreich. Außerdem soll das Publikum eigene Filme drehen, die dann zum Abschluss gezeigt werden. Dem Theaterfestival "vorgeschaltet" ist Anfang September ein Musikwochenende, zusammengestellt von Jan Lankisch, Konzertmanager u.a. für das "King George" im Agnesviertel.

Das Netzwerk "Freihandelszone" stärkt Kölns gesamte freie Theaterszene

Zur Freihandelszone haben sich 2004 die freien Kölner Tanz- und Theatergruppen "a.tonal.theater", "Futur3", "Mouvoir" und "theater-51grad.com" zusammengeschlossen. "Es hat sich gelohnt", bilanziert Fürst. "Wir konnten durch die enge Zusammenarbeit nicht nur die Qualität unserer Produktionen verbessern und mehr Zuschauer begrüßen." Man habe auch die Position der freien Gruppen gegenüber den festen Privattheatern stärken können. Alle vier werden auch in der nächsten Spielzeit wieder neue eigene Stücke auf die Bühne bringen.







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