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25. 05. 2012
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Wenn die Liebe kreuz und quer geht


05.09.2011 18:20 von:

Schlagwörter: Köln, Theater am Dom, Balder, Boulevard, Komödie, Heinersdorff, Bollow, Kiefer

(ehu) Karl liebt Sabrina. Oscar liebt Mona. Das ist den Beteiligten klar. Auch dass Sabrina die Ehefrau von Oscar ist. Aber dass Mona die Ehefrau von Karl ist, das weiß zunächst nur das Publikum. Am Ende durchschauen auch die Protagonisten die verwickelte Beziehungskiste – und besonders glücklich sind sie über diese Erkenntnis nicht. Den Zuschauern aber hat die Komödie von "Sei lieb zu meiner Frau" im Theater am Dom äußerst gut gefallen und spendete berechtigten langen Premierenbeifall.

Das Stück beginnt mit einem "Erpressungsversuch". Oscar fordert Karl auf: "Sei lieb zu meiner Frau", denn seit der Seitensprung der Ehefrau nur noch vor sich hindümpelt, hängt auch der Haussegen bei Oscar und Sabrina schief. Der Ehemann erhofft sich von einem besseren Liebhaber auch ein besseres Eheleben. Sagt er und meint in Wirklichkeit: Mehr Zeit für den eigenen Seitensprung.

Trotz aller Täuschungsmanöver: Am Ende fliegt das Liebesdurcheinander auf

Es kommt, wie es kommen muss: Trotz aller raffinierter Pläne und Täuschungsmanöver platzt das Versteckspiel. Dummerweise hat man sich in zwei nebeneinander liegende Suiten eines Istanbuler Hotels einquartiert. Auf dem gemeinsamen Balkon gibt es das unverhoffte Zusammentreffen. Und den Versuch, eine Lösung zu finden. Die beiden Männer wollen, dass alles irgendwie so weitergehen kann wie bisher. Die beiden Frauen aber sind inzwischen zu guten Freundinnen geworden. Ende offen...

Autor von "Sei lieb zu meiner Frau" ist René Heinersdorff. Der hat auch das Bühnenbild entworfen – atypisch für eine Boulevard-Komödie ohne Türen. Atypisch auch, dass der Text ohne schlüpfrige Witze und Wortspiele auskommt. Dem Vergnügen tut dies keinen Abbruch. Die Dialoge sind ebenso spritzig und rasant wie die Regie, für die ebenfalls René Heinersdorff verantwortlich ist.

Hugo Egon Balder ist der Star im Schauspielerquartett - aber ohne Allüren

Er spielt zugleich auch den Oscar – als Teil eines äußerst spielfreudigen, dabei höchst disziplinierten Quartetts. Als Mona steht Maike Bollow auf der Bühne, Dorkas Kiefer hat die Rolle der Sabrina. Star des Ensembles ist zumindest vom Bekanntheitsgrad Hugo Egon Balder, nicht umsonst ist der TV-Moderator mit Hang zum Zweideutigen das plakative Aushängeschild für diese Komödie. Doch von Starallüren ist nichts zu spüren. Balder fügt sich als Primus inter Pares nahtlos in das Ensemble ein. Auch das ein Mosaiksteinchen für den Erfolg des rundum vergnüglichen Theaterabends.

"Sei lieb zu meiner Frau" – bis 13. November, täglich 20 Uhr, samstags und sonntags auch 17 Uhr, Theater am Dom, Opern-Passagen, Glockengasse 11, 50667 Köln. Karten: Theaterkasse 0221 / 258 01 53, Im Internet unter: www.theateramdom.de, sowie KölnTicket unter der Telefonnummer: 0221 / 28 01







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