25. 05. 2012
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Zwei weitere Förderstipendien für junge Nachwuchskünstler vergeben
Wie bereits im Spätsommer angekündigt werden die insgesamt fünf
Stipendien, die aus Stiftungsmitteln und mit Unterstützung der Stadt
Köln vergeben werden, an unterschiedlichen Orten und zu
unterschiedlichen Zeiten überreicht.
An gestrigen Abend waren die beiden Gewinner des mit 10.000 Euro
dotierten
Stipendiums aus dem Bereich Fotografie/Video sowie Bildende Künste an
der Reihe. Daniel Burkhardt und Kerstin Ergenzinger waren die
glücklichen Gewinner der diesjährigen Förderung. Weit über 100 Gäste,
darunter auch die Spitze der Kölner Kulturverwaltung, Bürgermeisterin
Elfi Scho-Antwerpes sowie zahlreiche Unterstützer und Weggefährten der
beiden Sieger nahmen die Preisverleihung zum Anlass, den
Nachwuchskünstlern ihre Anerkennung auszusprechen.
Ergenzinger (33) wurde für ihre Arbeiten im Bereich Bildende Künste
ausgezeichnet. Die in Reutlingen geborene Künstlerin ist bereits
Trägerin verschiedener Förderpreise und Auszeichnungen. Sie gewann
unter anderem in diesem Jahr den Förderpreis des Landes
Nordrhein-Westfalen für junge Künstler(innen) in der Sparte
Medienkunst. Die Preisverleihung dieser Auszeichnung findet übrigens am
morgigen Donnerstag statt. Im vergangenen Jahr war sie Siegerin im
Lux.us Light Art Award der Stadt Lüdenscheid sowie erste Preisträgerin
des Design-Schwarzkopf-Europa-Preises im Jahr 2003. Nach ihrer Schule
besucht sie für ein Jahr als Freiwillige einen Kibbuz in Israel, ehe
sie an der Freien Universität Berlin ein Studium der vergleichenden
Literaturwissenschaft und Kunstgeschichte begann. 1999 folgte dann ein
Studium der „fine arts“ an der Kunsthochschule Berlin mit dem Abschluss
MFA (Meisterschülertitel). 2002 absolvierte sie das Chelsea College of
Art and Design in London, ehe sie zwischen 2005 und 2007 ihr Diplom im
Rahmen eines Postgraduiertenstudiums an der Kölner Kunsthochschule für
Medien (KHM) erreichte. Sie erhielt das „Vondemberge“-Stipendium.
Ihr Kollege Daniel Burkhard wurde 1977 in Bochum geboren und
absolvierte ebenfalls an der Kölner Kunsthochschule für Medien seinen
Abschluss im Bereich audiovisuelle Medien im Fachbereich Medienkunst.
Burkhards Spezialität sind seine Videoinstallationen, mit denen er
bereits seit 2004 international bedeutende Festivals und Spielorte
bereicherte. Dabei erzielte auch er bereits mehrere Auszeichnungen,
unter anderem im Jahr 2007 den Jurypreis „Blicke aus dem Ruhrgebiet“
anlässlich des 15. Festivals für Video und Film in Bochum sowie den 13.
Marler Kunstpreis im Skulpturenmuseum Glaskasten. Burkhard erhielt für
seine Arbeiten das „Chargesheimer“-Stipendium für den Bereich
Foto/Film/Video.
Gerade für junge Nachwuchskünstler stellen Stipendien einen wichtigen
und wertvollen Beitrag für ein lebendiges kulturelles Leben dar. Für
Köln, nach dem Votum des in diesem Frühjahr vorgestellten ersten
Kulturwirtschaftsberichtes (Köln Nachrichten berichtete) auf einer
Stufe mit Kulturhochburgen wie Berlin und Ile de France (Paris),
bedeuten diese Künstler „das kreative Kapital“ einer Stadt, betonte
Bürgermeister Scho in ihrer Begrüßungsansprache. Derzeit leben und
arbeiten rund 1100 Künstlerinnen und Künstler in der Domstadt, wie ein
Blick in die aktuelle Ausgabe des Kunsthandbuchs Köln verrät. Nach der
Pleite um die Kulturhauptstadtbewerbung im Jahr 2004 entwickelte sich
zuletzt eine Aufbruchstimmung, weiß die SPD-Politikerin. Neue
experimentelle Kunsträume, eine neu ausgerichtete internationale
Kunstmesse Art Cologne sowie ein gemeinsames Engagement der Kölner
Galerien seien positive Vorzeichen. Doch nicht nur die Etablierten
sollen dabei profitieren. Gerade die gezielte Förderung des kreativen
Nachwuchses wie durch eben diese Stipendien „von elementarer
Wichtigkeit“, wie die Bürgermeisterin betonte.
Insgesamt vergibt die Stadt Köln fünf Stipendien für Nachwuchskünstler.
Neben den Bereichen Bildende Kunst und Foto/Film/Video werden weitere
Stipendien für die Bereiche Literatur, Musik und Jazz/Improvisierte
Musik vergeben. Die anderen Preisträger wurden bereits zu früheren
Zeitpunkten geehrt. Die Jury hatte im Spätsommer dieses Jahres ihre
Entscheidung getroffen, kurze Zeit später wurden sie in der Kölner
Artothek vorgestellt (Köln Nachrichten berichtete)

























