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25. 05. 2012
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Zwei weitere Förderstipendien für junge Nachwuchskünstler vergeben


29.10.2008 23:00 von:


Wie bereits im Spätsommer angekündigt werden die insgesamt fünf Stipendien, die aus Stiftungsmitteln und mit Unterstützung der Stadt Köln vergeben werden, an unterschiedlichen Orten und zu unterschiedlichen Zeiten überreicht. An gestrigen Abend waren die beiden Gewinner des mit 10.000 Euro dotierten Stipendiums aus dem Bereich Fotografie/Video sowie Bildende Künste an der Reihe. Daniel Burkhardt und Kerstin Ergenzinger waren die glücklichen Gewinner der diesjährigen Förderung. Weit über 100 Gäste, darunter auch die Spitze der Kölner Kulturverwaltung, Bürgermeisterin Elfi Scho-Antwerpes sowie zahlreiche Unterstützer und Weggefährten der beiden Sieger nahmen die Preisverleihung zum Anlass, den Nachwuchskünstlern ihre Anerkennung auszusprechen.

Ergenzinger (33) wurde für ihre Arbeiten im Bereich Bildende Künste ausgezeichnet. Die in Reutlingen geborene Künstlerin ist bereits Trägerin verschiedener Förderpreise und Auszeichnungen. Sie gewann unter anderem in diesem Jahr den Förderpreis des Landes Nordrhein-Westfalen für junge Künstler(innen) in der Sparte Medienkunst. Die Preisverleihung dieser Auszeichnung findet übrigens am morgigen Donnerstag statt. Im vergangenen Jahr war sie Siegerin im Lux.us Light Art Award der Stadt Lüdenscheid sowie erste Preisträgerin des Design-Schwarzkopf-Europa-Preises im Jahr 2003. Nach ihrer Schule besucht sie für ein Jahr als Freiwillige einen Kibbuz in Israel, ehe sie an der Freien Universität Berlin ein Studium der vergleichenden Literaturwissenschaft und Kunstgeschichte begann. 1999 folgte dann ein Studium der „fine arts“ an der Kunsthochschule Berlin mit dem Abschluss MFA (Meisterschülertitel). 2002 absolvierte sie das Chelsea College of Art and Design in London, ehe sie zwischen 2005 und 2007 ihr Diplom im Rahmen eines Postgraduiertenstudiums an der Kölner Kunsthochschule für Medien (KHM) erreichte. Sie erhielt das „Vondemberge“-Stipendium.

Ihr Kollege Daniel Burkhard wurde 1977 in Bochum geboren und absolvierte ebenfalls an der Kölner Kunsthochschule für Medien seinen Abschluss im Bereich audiovisuelle Medien im Fachbereich Medienkunst. Burkhards Spezialität sind seine Videoinstallationen, mit denen er bereits seit 2004 international bedeutende Festivals und Spielorte bereicherte. Dabei erzielte auch er bereits mehrere Auszeichnungen, unter anderem im Jahr 2007 den Jurypreis „Blicke aus dem Ruhrgebiet“ anlässlich des 15. Festivals für Video und Film in Bochum sowie den 13. Marler Kunstpreis im Skulpturenmuseum Glaskasten. Burkhard erhielt für seine Arbeiten das „Chargesheimer“-Stipendium für den Bereich Foto/Film/Video.

Gerade für junge Nachwuchskünstler stellen Stipendien einen wichtigen und wertvollen Beitrag für ein lebendiges kulturelles Leben dar. Für Köln, nach dem Votum des in diesem Frühjahr vorgestellten ersten Kulturwirtschaftsberichtes (Köln Nachrichten berichtete) auf einer Stufe mit Kulturhochburgen wie Berlin und Ile de France (Paris), bedeuten diese Künstler „das kreative Kapital“ einer Stadt, betonte Bürgermeister Scho in ihrer Begrüßungsansprache. Derzeit leben und arbeiten rund 1100 Künstlerinnen und Künstler in der Domstadt, wie ein Blick in die aktuelle Ausgabe des Kunsthandbuchs Köln verrät. Nach der Pleite um die Kulturhauptstadtbewerbung im Jahr 2004 entwickelte sich zuletzt eine Aufbruchstimmung, weiß die SPD-Politikerin. Neue experimentelle Kunsträume, eine neu ausgerichtete internationale Kunstmesse Art Cologne sowie ein gemeinsames Engagement der Kölner Galerien seien positive Vorzeichen. Doch nicht nur die Etablierten sollen dabei profitieren. Gerade die gezielte Förderung des kreativen Nachwuchses wie durch eben diese Stipendien „von elementarer Wichtigkeit“, wie die Bürgermeisterin betonte.

Insgesamt vergibt die Stadt Köln fünf Stipendien für Nachwuchskünstler. Neben den Bereichen Bildende Kunst und Foto/Film/Video werden weitere Stipendien für die Bereiche Literatur, Musik und Jazz/Improvisierte Musik vergeben. Die anderen Preisträger wurden bereits zu früheren Zeitpunkten geehrt. Die Jury hatte im Spätsommer dieses Jahres ihre Entscheidung getroffen, kurze Zeit später wurden sie in der Kölner Artothek vorgestellt (Köln Nachrichten berichtete)







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