26. 05. 2013
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Internationaler Filmkongress in Köln mit sieben Vorstellungen
Am heutigen Dienstag präsentierten der Geschäftsführer der
NRW-Filmstiftung Michael Schmidt-Ospach und seine Mitarbeiterin
Katharina Blum wieder die Highlights der bevorstehenden mehrtägigen
Veranstaltung.
Neben den sieben internationalen Co-Produktionen stehen auch mehrere
Panels auf dem Programmplan, die sich unter anderem mit der Zukunft der
Filmindustrie sowie
der Entwicklung des Kinobetriebs beschäftigen. Eines der wichtigsten
Themen ist dabei auch in der Kinobranche die Digitalisierung. Auf der
einen Seite müssen sich die Lichtspielhäuser gegen Raubkopierer und
Plagiate schützen, auf der anderen stehen sie vor gewaltigen
Herausforderungen durch die Entwicklung moderner
Kommunikationstechnologien. Denen stehen die Oberen der Filmstiftung
aber durchaus skeptisch gegenüber. "Kino kann man nicht ersetzen. Mit
anderen Medien sieht man nur ein
Zitat davon. Aber Kinos brauchen öffentliche Hilfe“, erklärte der
oberste Filmförderer des Landes NRW. Dabei hatte Schmidt-Ospach zuletzt
auf den Festspielen in cannes durchaus positive Resonanzen auf den
„deutschen Film“ machen können. „Man redet über den deutschen Film. Das
war nicht immer so“, berichtete der Geschäftsführer der Filmstiftung.
Gleich sieben Produktion hatte Projektleiterin Katharina Blum für den
Kongress ausgesucht. So wird unter anderem auch der neue Film von Wim
Wenders „Palermo Shooting“ zur offiziellen Eröffnung am Samstagabend
(7. Juni 2008) gezeigt. Tote Hosen-Sänger Campino spielt darin einen
Fotografen, dessen Leben aus den Fugen gerät und bei einer Reise in den
Süden Italiens eine ganz neue Wendung erhält. Bereits einen Tag zuvor
wird im Kölner Radstadion die neue Komödie von Lars von Trier „The Boss
of it all“ gezeigt. Beteiligt daran war unter anderem auch die Kölner
Produktionsfirma Pain Unlimited. Weitere Filme sind „Lemon Tree“ von
Eran Riklis, „La Sangre Brota“ von Pablo Fendrik, „Mr. Average“ von
Pierre-Paul Renders und „Selbstgespräche“ von André Erkau. Letzterer
wird produziert vom bekannten Film- und Fernsehproduzenten Hans W.
Geißendörfer.
In den Panels geht es schwerpunktmäßig unter anderem um
Romanverfilmungen, einen irischen Länderschwerpunkt sowie –
traditionell – das bereits etablierte Co-Produzententreffen. So hat die
NRW-Filmstiftung selbst bereits vor einigen Jahren auf den mangelnden
Erfolg deutsch-amerikanischer Produktionen reagiert und sich vor allem
in Europa umgesehen. Herausgekommen sind nach Meinung der Filmstiftung
durchaus zeigenswerte Streifen mit lokalen und zeitgeschichtlichen
Bezug. Schwierig bleibt allerdings die internationale Vermarktung vor
allem im angelsächsischen Sprachraum, wie Schmidt-Ospach einräumte. Das
liege aber weniger an der Qualität sondern vielmehr daran, dass das
US-Publikum mit so mancher Geschichte aus Europa einfach nichts anfangen
kann. Aber selbst mit europäischen Partner läuft noch nicht alles rund,
auch wenn die Verantwortlichen versicherten, dass man auf einem guten
Wege sei. Dies gilt insbesondere für Co-Produktionen zwischen deutschen
und französischen Filmproduzenten. „So etwas muss sich etablieren“, wie
Schmidt-Ospach aus Erfahrungen mit dem gemeinsamen Kultursender ARTE
weiß.
Weitere Informationen zum Kongressprogramm finden Sie auf der
Internetseite der NRW-Filmstiftung unter: www.filmstiftung.de.






















