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18. 04. 2014
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Internationaler Filmkongress in Köln mit sieben Vorstellungen


26.05.2008 22:00 von:


Am heutigen Dienstag präsentierten der Geschäftsführer der NRW-Filmstiftung Michael Schmidt-Ospach und seine Mitarbeiterin Katharina Blum wieder die Highlights der bevorstehenden mehrtägigen Veranstaltung. Neben den sieben internationalen Co-Produktionen stehen auch mehrere Panels auf dem Programmplan, die sich unter anderem mit der Zukunft der Filmindustrie sowie der Entwicklung des Kinobetriebs beschäftigen. Eines der wichtigsten Themen ist dabei auch in der Kinobranche die Digitalisierung. Auf der einen Seite müssen sich die Lichtspielhäuser gegen Raubkopierer und Plagiate schützen, auf der anderen stehen sie vor gewaltigen Herausforderungen durch die Entwicklung moderner Kommunikationstechnologien. Denen stehen die Oberen der Filmstiftung aber durchaus skeptisch gegenüber. "Kino kann man nicht ersetzen. Mit anderen Medien sieht man nur ein Zitat davon. Aber Kinos brauchen öffentliche Hilfe“, erklärte der oberste Filmförderer des Landes NRW. Dabei hatte Schmidt-Ospach zuletzt auf den Festspielen in cannes durchaus positive Resonanzen auf den „deutschen Film“ machen können. „Man redet über den deutschen Film. Das war nicht immer so“, berichtete der Geschäftsführer der Filmstiftung.

Gleich sieben Produktion hatte Projektleiterin Katharina Blum für den Kongress ausgesucht. So wird unter anderem auch der neue Film von Wim Wenders „Palermo Shooting“ zur offiziellen Eröffnung am Samstagabend (7. Juni 2008) gezeigt. Tote Hosen-Sänger Campino spielt darin einen Fotografen, dessen Leben aus den Fugen gerät und bei einer Reise in den Süden Italiens eine ganz neue Wendung erhält. Bereits einen Tag zuvor wird im Kölner Radstadion die neue Komödie von Lars von Trier „The Boss of it all“ gezeigt. Beteiligt daran war unter anderem auch die Kölner Produktionsfirma Pain Unlimited. Weitere Filme sind „Lemon Tree“ von Eran Riklis, „La Sangre Brota“ von Pablo Fendrik, „Mr. Average“ von Pierre-Paul Renders und „Selbstgespräche“ von André Erkau.  Letzterer wird produziert vom bekannten Film- und Fernsehproduzenten Hans W. Geißendörfer.

In den Panels geht es schwerpunktmäßig unter anderem um Romanverfilmungen, einen irischen Länderschwerpunkt sowie – traditionell – das bereits etablierte Co-Produzententreffen. So hat die NRW-Filmstiftung selbst bereits vor einigen Jahren auf den mangelnden Erfolg deutsch-amerikanischer Produktionen reagiert und sich vor allem in Europa umgesehen. Herausgekommen sind nach Meinung der Filmstiftung durchaus zeigenswerte Streifen mit lokalen und zeitgeschichtlichen Bezug. Schwierig bleibt allerdings die internationale Vermarktung vor allem im angelsächsischen Sprachraum, wie Schmidt-Ospach einräumte. Das liege aber weniger an der Qualität sondern vielmehr daran, dass das US-Publikum mit so mancher Geschichte aus Europa einfach nichts anfangen kann. Aber selbst mit europäischen Partner läuft noch nicht alles rund, auch wenn die Verantwortlichen versicherten, dass man auf einem guten Wege sei. Dies gilt insbesondere für Co-Produktionen zwischen deutschen und französischen Filmproduzenten. „So etwas muss sich etablieren“, wie Schmidt-Ospach aus Erfahrungen mit dem gemeinsamen Kultursender ARTE weiß.

Weitere Informationen zum Kongressprogramm finden Sie auf der Internetseite der NRW-Filmstiftung unter: www.filmstiftung.de.







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