25. 05. 2012
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Theo Angelopoulos, der "Blick Griechenlands" ist tot
Angelopoulos war einer der wenigen Regisseure, die abstraktes "Philosophieren" in Bilder und Geschichten großartiger Komplexität verdichten konnten. Bisweilen märchenhaft verwobene Gedanken gleiten assoziativ geschnitten nicht nur an unseren Augen vorbei, sondern waren stets Aufforderung "mitzudenken" - "mitzuschweben" - Angelopoulos - nicht nur ein Regisseur - ein Dichter der Bilder. Mit ihm verliert das europäische Kino seinen vielleicht anspruchsvollsten und abstraktesten Regisseur - es verliert einen einzigartigen Blick, der dem Kino jenseits aller traditionellen Konventionen - jenseits des Mainstreams und der flüchtigen Modeerscheinungen, etwas einzigartiges gab - die Fähigkeit zu denken, und so auch die Fähigkeit, sich selbst zu erkennen und zu hinterfragen.
Sein Tod hinterlässt eine schmerzliche Lücke.
Angelopoulos starb am Dienstag während der Arbeit für seinen neuen Film "Das Andere Meer", in dem er die dramatische Finanzkrise in seinem Land kommentieren wollte. Er wurde von einem Motorrad erfasst, als er nahe der Hafenstadt Piräus eine Straße überquerte.


























