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25. 05. 2012
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Aachener Künstler Klaus Paier gestorben


20.07.2009 19:44 von:

Schlagwörter: Köln,Aachen,Klaus,Paier,2009,Künstler,Maler,tot,Leukämie,Wandmalerei,Apartheid

(js) Im Jahr 1987 tauchten an Kölner Wänden und Transformatorenkästen über Nacht bunte Bilder mit dem Titel "Süd-Afrika brennt" auf. Mit markant-expressiven Formen griff der Maler die blutige Apartheidpolitik im Südafrika jener Tage auf. Wie die Neue Rheinische Zeitung online Ende vergangener Woche berichtete, ist Klaus Paier, Schöpfer dieser Bilder, bereits am 9. Juli in Köln nach einem langen Krankheitsaufenthalt an Leukämie gestorben.

Paier, vom Kölner Street-Art-Dokumentaristen Bernhard van Treeck zum "letzten Held der politischen Wandmalerei" ernannt, begann seine Karriere in Aachen. Dort malte er u.a. gegen Wohnungsspekulanten, Atomkrieg, Faschismus oder die Unmenschlichkeit des Bildungssystems. Weil seine öffentlichen Bilder meist sofort entfernt wurden, zog er – wohl frustriert – nach Köln, wo er an der Volkshochschule arbeitete. Hier wurde er auch bekannt durch die legale Auftragsarbeit "Sei ohne Sorge" auf einer Stirnfassade an der Straße Auf dem Berlich, die inzwischen zugebaut wurde. Dass seine politische Kunst nicht ohne Wirkung blieb, durfte er aber auch erfahren. Als er seinen Afrikaprotest tagsüber an eine Wand malte, die der evangelischen Gemeinde gehörte, wurde er auf frischer Tat ertappt – und anschließend zu einer Diskussion über die Apartheidpolitik eingeladen. 1989 erhielt er den "neuen Preis" des Neuen Aachener Kunstvereines – eine späte Wiedergutmachung in seiner Heimatstadt.







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