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25. 05. 2012
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Art Cologne Preis geht an Michael Werner


14.04.2011 15:13 von:

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Der in Köln ansässige Galerist und Kunsthändler Michael Werner ist am heutigen Donnerstagvormittag mit dem Art Cologne Preis 2011 ausgezeichnet worden. Seit inzwischen 31 Jahren zeichnen der Bundesverband Deutscher Galerien und Editionen e.V. gemeinsam mit der Kölnmesse GmbH Persönlichkeiten aus, die sich um die Vermittlung moderner Kunst verdient gemacht haben. Werner blickt dabei auf eine inzwischen fast 50-jährige Geschichte als selbständiger Galerist und Kunsthändler zurück. "Weitblickend und durchsetzungsstark" sei Werner gewesen, aber als international agierender Galerist habe er in den Jahrzehnten seines Wirkens "Maßsstäbe gesetzt", erklärte Kölns Oberbürgermeister Jürgen Roters. Der Gastgeber und Hausherr erinnerte in seiner Rede an den fulminanten Beginn seiner Tätigkeit als freier Galerist. Bereits die erste Galerie, die der Gewürdigte in Berlin gemeinsam mit Benjamin Katz betrieben hatte, hatte eine bemerkenswerte Premiere. Als er unter anderem Werke von Georg Baselitz ausgestellt hatte, wurde die Ausstellung von der damaligen Polizei besucht, zwei Werke des Künstlers konfisziert. "Das kann man sich heute gar nicht mehr so richtig vorstellen. Ich habe mich in meiner Zeit als Polizeipräsident in Köln immer geweigert. Sieger muss immer die Kunst sein", so das Plädoyer des Kölner Stadtoberhaupts auf der heutigen Preisverleihung.

Hohes Lob gab es auch für die Organisatoren der diesjährigen Kunstmesse Art Cologne. Sie sei nicht aufgrund ihres Alters (die diesjährige Messe ist die 45.) so etwas wie die "Mutter aller Kunstmessen", erklärte Roters nicht ohne ironischen Unterton. Den Preisträger selbst habe Roters als jemanden kennengelernt, der "wirklich kritisch nachfragt". Auch Art Cologne-Chef Daniel Hug erhielt vom Kölner Oberbürgermeister Lob gezollt, schließlich habe der nicht nur die Art Cologne wieder in die Reihen der renommiertesten Kunstmessen zurückgebracht. Er hat zugleich auch Galeristen wieder nach Köln geholt, zumindest für die Messe, die noch bis zum morgigen Freitag andauert. Den rund 200 geladenen Gästen versicherte Roters, dass sich die Kunststadt Köln "richtig ins Zeug gelegt" habe.

Klaus Gerrit Friese ermahnte in seiner Rede die Anwesenden zum gesunden Menschenverstand. Die jüngste Debatte um Original und Fälschung habe dazu geführt, dass "nicht wenige ihren Verstand abgegeben haben und nur auf Expertisen gehört haben sollen", so der BVDG-Vorsitzende. "Die Lösung ist die Verkörperung, wie sie sich in solchen Veranstaltungen wie der Art Cologne zeigt", erläuterte Friese. Ansonsten nahm die Unterscheidung des Verständnisses eines Galeristen, der als Entdecker und Förderer junger Nachwuchskünstler fungiert und dem Kunsthändler, der durch die Kenntnis des Marktes und seiner Akteure die Kunst zu etwas Nachhaltigem macht, einen breiten Raum ein. Und genau diese Verknüpfung sei beim Preisträger geradezu prototypisch gegeben. Als Laudator trat der Direktor der Staatsgalerie Stuttgart, Sean Rainbird, vors Auditorium. Er lobte die "beeindruckende Biografie" des Gewürdigten. Den Abschluss der Preisverleihung bildete der Eintrag in das Gästebuch der Stadt Köln. Danach ging es dann wieder auf die andere Rheinseite, schließlich ging auch das Messegeschehen weiter.


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