25. 05. 2012
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Christopher Wool erhält Kölner Wolfgang-Hahn-Preis 2009
Dies gab das Kölner Museum Ludwig am gestrigen Montag in einer Presseerklärung bekannt.
Zeitgleich startet das Museum eine Ausstellung mit Werken des
Künstlers, die vom 21. April bis 12. Juli kommenden Jahres andauern
wird. Wool wurde aus insgesamt 50 Einreichungen als Sieger gekürt, die
Jury stand in diesem Jahr aus dem Vorstand der Gesellschaft für Moderne
Kunst sowie Gastjuror Dr. Ulrich Loock, stellvertretender Direktor des
Museu Serralves in Porto. Der Preis würdigt damit zum einen das
Schaffen des Preisträgers, zum anderen erfährt die Sammlung des Museum
Ludwig durch den Ankauf eines Werkes oder einer Werkgruppe eine
wichtige Erweiterung, hieß es dazu.
Die Gesellschaft für Moderne Kunst am Museum Ludwig unterstützt die
Ausstellung und den Katalog. Außerdem erwirbt sie zwei große Siebdrucke
(beide "Ohne Titel", 2008, 182,88 x 140,34 cm). Die Unikate werden in
Zusammenhang mit dem abstrakten Gemälde ("Ohne Titel", 2007), das
bereits letztes Jahr vom Museum Ludwig angekauft wurde, Wools
Arbeitsweise mit unterschiedlichen Medien transparenter machen. Wool
wurde 1955 in Chicago geboren und lebt er heute in New York. Seit
den frühen 80er Jahren beschäftigt sich Wool intensiv mit Malerei, mit
Sprache, mit Bild und Bildentstehung. Seit 2005 entstehen eine Reihe
von größtenteils grauen abstrakten Gemälden, in denen eine gesprühte
Zeichnung durch ein Tuch wieder ausgewischt wird. Auslöschung und
Bildfindung bedingen einander. Der Wahl des Mediums kommt dabei im
Schaffensprozess eine zentrale Stellung zu, die Verschränkung von
Medien zeigt an, wie die malerischen Möglichkeiten der Abstraktion
ausgelotet werden.
Der Wolfgang-Hahn-Preis Köln erinnert an Wolfgang
Hahn (1924 - 1987), den Chefrestaurator des Wallraf-Richartz-Museum /
Museum Ludwig und einflussreichen Kölner Sammler. Heute stellt der
Preis angesichts der schwierigen Lage der öffentlichen Mittel mehr denn
je auch ein Engagement für die Zukunft der Sammlung des Museum Ludwig
dar. Die Gesellschaft für Moderne Kunst ist der einzige Förderverein,
der seit 15 Jahren im jährlichen Rhythmus einen substanziellen
Ankaufspreis für die Museumssammlung aus eigenen Mitteln leistet. Der
Preis wird seit 1994 im jährlichen Turnus vergeben. Einzige Ausnahme
war das Jahr 2007, indem keine Preisverleihung stattfand.

























