25. 05. 2012
Seite drucken
Erste Stolpersteine in Ungarn verlegt - Ausstellung in Budapest eröffnet
Die Steine tragen – wie in Köln auch - die Namen von jüdischen
Bewohnern, die in der Stadt gewohnt hatten, bevor sie deportiert
wurden. Dies teilte die Stadtverwaltung am Freitag (4. Mai 2007) mit.
Kurz nach der Verlegung der Steine wurde in der Galerie 2B in Budapest
die vom NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln erarbeitete Ausstellung
„Stolpersteine - Gunter Demnig und sein Projekt“ mit Reden des Kölner
Künstlers und von Dr. Werner Jung, Direktor des
NS-Dokumentationszentrums, eröffnet. Die Ausstellung erzählt die
Geschichte, Praxis und Wirkung dieses Erinnerungsprojektes. Sie stellt
Demnig und seine Projekte vor, widmet sich den Opfern und Opfergruppen,
an die mit den Stolpersteinen erinnert wird.
Die Ausstellung wurde von Mitarbeiterinnen des
NS-Dokumentationszentrums unter Federführung von Dr. Karola Fings und
einem Kölner Projektteam sowie der Galerie in Budapest erarbeitet. Die
Verlegung und die Ausstellung sind Teile des deutsch-ungarischen
Kooperationsprojektes „Stolpersteine in Ungarn“, das getragen wird von
der Galerie 2B in Budapest und dem NS-Dokumentationszentrum. Gefördert
wird es von „Bipolar - deutsch-ungarische Kulturprojekte“, einem
Initiativprojekt der Kulturstiftung des Bundes. Die Idee zu dem Projekt
hatte die in Berlin lebende Ágnes Berger.
Mit dem Projekt soll die Idee
der Stolpersteine in Ungarn bekannt gemacht und ein Beitrag zu der in
Ungarn bislang wenig entwickelten Erinnerungskultur geleistet werden.
In den folgenden Monaten werden weitere Stolpersteine in ländlichen
Regionen Ungarns verlegt. Die Ausstellung wird ab dem 27. Oktober 2007
im NS-Dokumentationszentrum im EL-DE-Haus am Appellhofplatz zu sehen
sein.
Mehr als 350.000 Juden kamen in Ungarn im Zuge des Holocaust ums Leben.

























