25. 05. 2012
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Karin Beier beendet Spekulation um vorzeitigen Abgang
Nachdem in den vergangenen Tagen Spekulationen um eine vorzeitige Beendigung des Engagements von Karin Beier als Intendantin am Kölner Schauspielhaus öffentlich wurden, haben sich die künstlerische Leiterin des Kölner Schauspiels und die Stadtverantwortlichen bei einem persönlichen Gespräch am gestrigen Mittwoch auf eine neue Sprachregelung geeinigt. Demnach wird Beier auch über die Spielzeit 2011/12 hinaus ihren Vertrag erfüllen. Beier hatte vor Wochenfrist bestätigt, dass sie ab 2013 als Intendantin an das Hamburger Schauspielhaus gehen wird. In Folge dieser Ankündigung spekulierte die Stadt noch am Dienstagabend über eine mögliche Berufung eines Generalintendanten in Person des amtierenden Opernintendanten Uwe Eric Laufenberg. Einen Tag später änderten sich die Vorzeichen erneut. Möglicherweise werde Beier sogar in der Spielzeit 2013/14 trotz ihres Engagements in Hamburg dem Kölner Schauspiel teilweise zur Verfügung stehen, hieß es dazu weiter.
In dem gestrigen Spitzengespräch zwischen Intendantin und Stadtspitze stellte die amtierende Intendantin, die eigentlich bis zum Jahr 2014 einen gültigen Arbeitsvertrag hat, klar, dass sie in jedem Fall die Spielzeit 2012/13 als Intendantin leiten wird. Trotz ihrer neuen Aufgabe in Hamburg mit Beginn der Spielzeit 2013/14 kann sich die Theaterfrau weitere Engagements und Aufführungen in Köln vorstellen, teilte die Stadt am gestrigen Mittwochabend mit. Das allerdings soll zu einem späteren Zeitpunkt verbindlich abgestimmt werden. Nach dieser Klarstellung musste auch die Stadtspitze einräumen, dass der tags zuvor geäußerte Vorschlag einer möglichen Lösung "Generalintendanz" für die städtischen Bühnen (Oper und Schauspiel) "nicht zu verwirklichen" ist.
Beier betonte nach Darstellung des städtischen Presseamtes die künstlerische Autonomie des Schauspiels. Zugleich wiederholte sie erneut ihre Bereitschaft, an der Lösung für die schwierige Zeit des Interims – nach derzeitigem Stand zwischen 2013 und 2015, konstruktiv mitarbeiten zu wollen. Erste Überlegungen zu einer deutlichen Reduzierung der Kosten für das Interim sind bereits im Gange. Demnach könnte die Anmietung der Expo XXI für das Schauspiel ab Anfang 2014 hinfällig werden. Das ist jedoch von einer vorherigen Anmietung des Musical Domes am Breslauer Platz abhängig. Pro Spielzeit sollen dann zwei Aufführungen des Schauspiels im Musical garantiert werden, hieß es dazu weiter. "Die spartenbedingten Dispositionsprobleme sind innerhalb der Betriebsleitung im vorhinein einvernehmlich zu regeln. Im Konfliktfall vermittelt der Kulturdezernent", teilte die Stadt weiter mit. Auch die Halle Kalk steht als ständiger Ersatzspielort bereit. Die technische Ausstattung müsse jedoch zuvor optimiert werden, um einen "dichteren Spielbetrieb" zu gewährleisten.
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