25. 05. 2012
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Karin Beier übernimmt Intendanz am Schauspielhaus
Heute haben Oberbürgermeister Fritz Schramma
und Kulturdezernent Prof. Georg Quander die gebürtige Kölnerin für
diesen Posten der Öffentlichkeit als offiziellen Vorschlag der
Stadtspitze vorgestellt. Bereits am Morgen wurden die Fraktionen des
Stadtrates über diesen Vorschlag informiert.
Die Nominierung der renommierten Regisseurin, die derzeit am Wiener
Burgtheater tätig ist, kam überraschend. Beier, Jahrgang 1965, wuchs in
Köln auf und studierte in der Domstadt Anglistik, Germanistik und
Theater-, Film- und Fernsehwissenschaft. Bis 1995 arbeitete sie in
Düsseldorf, es folgten Engagements in fast allen namhaften Bühnen
Deutschlands (Ausnahme: Berlin) und der Schweiz. Auch in Köln
hinterließ Beier bereits Spuren. So realisierte sie bereits 1997 am
Schauspielhaus u.a Shakespeares „Der Sturm“ oder Molières „Der
Menschenfeind“. Seit 1999 arbeitet sie regelmäßig am Wiener Burgtheater.
Der Personalvorschlag muss nun noch dem Kulturausschuss vorgelegt und
anschließend im Stadtrat beschlossen werden. Aber schon heute waren
Schramma und Quander voll des Lobes für die Regisseurin. Beier werde
dem ramponierten Ruf Kölns als Kunststadt eine „herausragende
künstlerische Qualität“ entgegenstellen. Mindestens zwei Inszenierungen
pro Jahr wird Beier in Köln abliefern, weitere zwei sind gewünscht,
hieß es dazu weiter. Als Ziel nannte Beier die Etablierung eines
„spartenübergreifenden Theaters“, dass die verschiedenen Kusntformen
Oper, Tanz und Schauspiel stärker als bisher zusammenführe. Zudem
sollte Theater auch ein öffentliches Podium und ein „politischer Ort“
sein. Auch eine Autorenwerkstatt ist angedacht. Diese Idee wolle sie
aus ihrer derzeitigen Arbeitsstätte Wien in Köln übernehmen.
Beier ist damit designierte Nachfolgerin von Marc Günther, dessen
Arbeitsvertrag bis zum Jahr 2007 läuft und der nicht verlängert werden
soll.

























